Schneider Electric will Shelly Group für 1,2 Milliarden Euro übernehmen
Schneider Electric plant ein freiwilliges öffentliches Übernahmeangebot für die Shelly Group und will 70 Euro je Shelly Aktie in bar zahlen. Daraus ergibt sich eine Bewertung des bulgarischen Unternehmens von rund 1,2 Milliarden Euro. Der Angebotspreis liegt 27 Prozent über dem unbeeinflussten Referenzkurs vom 28. Juli 2026 und 22 Prozent über dem aktuellen Referenzkurs am liquidesten Handelsplatz, basierend auf dem täglichen volumengewichteten Durchschnittskurs der letzten sechs Monate. Shelly hat mit einer Tochtergesellschaft von Schneider Electric bereits ein Investment Agreement über die Bedingungen geschlossen, unter denen das Unternehmen das geplante Angebot unterstützen würde. Ein formelles Übernahmeangebot wurde bislang allerdings noch nicht veröffentlicht.
Die beiden Shelly-Gründer unterstützen die Transaktion und kontrollieren zusammen rund 57 Prozent des Grundkapitals. Co-CEO Dimitar Dimitrov mit rund 29 Prozent hat sich verpflichtet, seine Aktien bei Veröffentlichung des Angebots anzudienen und einen Teil des Erlöses gemeinsam mit Schneider Electric zu reinvestieren. Mitgründer Svetlin Todorov will seine rund 28 Prozent in zwei Tranchen veräußern. Voraussetzung für die Übernahme ist unter anderem, dass Schneider Electric nach Vollzug mindestens 95 Prozent der Shelly-Aktien hält.
Die Freigabe des Angebots durch die bulgarische Finanzaufsicht wird bis Ende November oder Anfang Dezember 2026 erwartet, der Vollzug ist für das erste Quartal 2027 vorgesehen. Bei erfolgreicher Übernahme strebt Schneider Electric auch den Erwerb der verbleibenden Aktien und ein mögliches Delisting an. Der Hauptsitz in Bulgarien sowie die bestehende Organisation und Belegschaft von Shelly sollen für mindestens drei Jahre nach Abschluss der Transaktion erhalten bleiben.
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