Hensoldt: Fragen nicht nur zur Bewertung der Aktie
Die Aktien von Hensoldt werden mit einem klaren Bewertungsaufschlag gegenüber ihren Mitbewerbern gehandelt. So liegt das KGV 2026e von Hensoldt bei 43, Rheinmetall kommt auf 27, BAE Systems hat ein KGVe von 24. Die Analysten von mwb research sind sich nicht sicher, ob dieser Aufschlag gerechtfertigt ist.
Hensoldt ist stark als Zulieferer für gepanzerte Fahrzeuge tätig, was der Markt nicht unbedingt im Kurs einpreist. Nach Berechnungen der Analysten, Hensoldt publiziert diese Daten nicht explizit, lag dieser Umsatzanteil 2023 bei 12 Prozent, 2025 waren es 25 Prozent, 2026 sollen es 32 Prozent sein. Und dies scheint das Minimum zu sein, höhere Umsatzanteile sind durchaus möglich.
Viele Konflikte werden aber inzwischen nicht mehr wirklich mit Panzern entschieden, wie man aktuell in der Ukraine sieht. Drohnen und Software gewinnen immer mehr an Bedeutung. Zwar ist Hensoldt auch im Bereich Radar und Luftüberwachung stark, aber hier gibt es kaum wiederkehrende Umsätze, die die Umsätze aus den anderen Bereichen ausgleichen könnten. Und die Analysten glauben, dass die Umsatzspitzen bei den gepanzerten Fahrzeugen bald vorbei sein könnten.
Daher bestätigen die Analysten die Verkaufsempfehlung für die Papiere von Hensoldt. Das Kursziel sehen die Experten weiter bei 62,00 Euro.
Erwartet wird von den Analysten für 2026 ein Gewinn je Aktie von 1,81 Euro, der im kommenden Jahr auf 2,22 Euro ansteigen soll. 2028 soll es ein Plus je Papier von 2,98 Euro geben.
Die Aktien von Hensoldt gewinnen 0,5 Prozent auf 78,16 Euro. In den vergangenen zwölf Monaten hat die Aktie 17 Prozent nachgegeben.
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