Wacker Chemie will das Potenzial stärker entfalten
Auf einem Kapitalmarkttag in London (Großbritannien) stellt Wacker Chemie die künftigen Ziele vor. So soll das Wachstum der Gesellschaft über dem globalen Wirtschaftswachstum liegen. Angestrebt wird eine EBITDA-Marge von 13 Prozent bis 17 Prozent. Der ROCE wird bei mehr als 10 Prozent gesehen.
Wacker Chemie will in attraktiven Märkten wachsen. Ein Kosten- und Effizienzprogramm soll konsequent umgesetzt werden. Dadurch sollen ab 2028 mehr als 300 Millionen Euro jährlich eingespart werden. Ferner soll sich der Produktmix verbessern. All dies steht unter dem Motto „Refocus to unlock full potential“. Geplant sind auch jährliche Investitionen von 300 Millionen Euro bis 400 Millionen Euro.
Dazu CEO Christian Hartel: „Mit Refocus wollen wir das Potenzial von Wacker voll entfalten, indem wir unser Wachstum gezielt weiter ankurbeln und unsere Profitabilität nachhaltig steigern. Basis hierfür sind die bereits eingeleiteten Struktur- und Effizienzmaßnahmen zur Stärkung unserer Wettbewerbsfähigkeit.“
Der CEO blickt auch auf das laufende Quartal: „Wir rechnen aktuell im 3. Quartal mit einem EBITDA auf dem Niveau des 2. Quartals. Unser Chemiegeschäft entwickelt sich derzeit stabil, etwas besser als im 2. Quartal. Das Solar-Polysilicium-Geschäft bleibt dagegen herausfordernd.“
Nach den Äußerungen des Vorstandschef zum dritten Quartal belassen es die Analysten von Jefferies bei der Halteempfehlung für die Papiere von Wacker Chemie. Das Kursziel sehen sie weiter bei 93,00 Euro. Sie merken an, dass es bei den Zielen keinen festen Zeitrahmen gibt.
Die Analysten von J.P. Morgan sind über die Ziele von Wacker Chemie nicht überrascht. Auch hier wird auf den fehlenden Zeitrahmen verwiesen. Das ist für die Experten eine Enttäuschung.
Sie bleiben beim Votum „underweight“ für den Titel. Das Kursziel sehen sie weiter bei 62,00 Euro.
Die Aktien von Wacker Chemie geben 2,7 Prozent auf 86,25 Euro nach. In den vergangenen zwölf Monaten kommt das Papier auf ein Plus von fast 40 Prozent.
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