Bilfinger: Kurs stürzt nach Warnung ab
Das zweite Halbjahr bei Bilfinger dürfte die Erwartungen verfehlen. Hier spielen die geopolitischen Unsicherheiten eine Rolle. Der Konflikt im Nahen Osten wirkt sich auf die Nachfrage aus.
Daher nimmt Bilfinger die Prognose für 2026 zurück. Man rechnete bisher mit einem Jahresumsatz von 5,4 Milliarden Euro bis 5,9 Milliarden Euro. Die EBITA-Marge sah man bei 5,8 Prozent bis 6,2 Prozent.
Laut neuer Prognose wird Bilfinger 2026 einen Umsatz von 5,3 Milliarden Euro bis 5,7 Milliarden Euro erwirtschaften. Die Marge soll bei 3,2 Prozent bis 3,6 Prozent liegen. Der freie Cashflow wird bei 180 Millionen Euro bis 220 Millionen Euro gesehen. Laut altem Ausblick sollten es 250 Millionen Euro bis 300 Millionen Euro sein.
Um schneller auf veränderte Marktbedingungen zu reagieren und um die Flexibilität zu stärken, startet Bilfinger das Programm „Agile“. Daraus resultieren einmalige Aufwendungen. Die Aufwendungen werden bei rund 75 Millionen Euro gesehen. Um diese bereinigt soll es eine Marge von 4,6 Prozent bis 5,0 Prozent geben. Ab 2028 soll aus dem Programm ein jährlicher Ergebnisbeitrag von 75 Millionen Euro resultieren.
An den mittelfristigen Perspektiven bis 2030 hält Bilfinger fest. Demnach soll es ein jährliches Umsatzplus von 8 Prozent bis 10 Prozent geben. Die Marge wird bei 8 Prozent bis 9 Prozent gesehen.
Der Markt reagiert deutlich auf die Gewinnwarnung Die Aktien von Bilfinger verlieren 23,6 Prozent auf 57,75 Euro. In den vergangenen zwölf Monaten hat die Aktie rund 20 Prozent verloren.
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