United Internet: 800 Stellen fallen bei 1&1 und IONOS weg
Die United-Internet-Töchter 1&1 und IONOS starten umfangreiche Restrukturierungen und wollen zusammen rund 800 Arbeitsplätze abbauen. Bei der 1&1-Tochter Versatel soll die Zahl der Vollzeitkräfte von rund 1.350 auf etwa 1.000 sinken. IONOS plant eine Reduzierung von rund 3.800 auf etwa 3.350 Stellen, jeweils ungefähr zur Hälfte im In- und Ausland. Beide Unternehmen wollen den Abbau vor allem über freiwillige beziehungsweise sozialverträgliche Programme umsetzen.
Bei 1&1 Versatel sollen zugleich Führungsstrukturen vereinfacht sowie Prozesse und IT-Strukturen weiterentwickelt werden. Dafür erwartet 1&1 im Jahr 2026 einmalige Aufwendungen von rund 60 Millionen Euro. Nach vollständiger Umsetzung soll das Programm ab 2028 jährlich rund 25 Millionen Euro zum Ergebnis beitragen.
IONOS will technische Plattformen und Prozesse harmonisieren und konsolidieren sowie Künstliche Intelligenz stärker einsetzen. Die Restrukturierung belastet das Ergebnis 2026 einmalig mit rund 35 Millionen Euro. Ab 2027 erwartet IONOS jährliche Kosteneinsparungen von bis zu 30 Millionen Euro, die unter anderem in die KI-Produktentwicklung und den Ausbau des Cloud-Geschäfts reinvestiert werden sollen.
Für United Internet summieren sich die einmaligen Belastungen 2026 damit auf rund 95 Millionen Euro. Sie werden als Sondereffekt bereinigt und verändern die operative Prognose nicht: Erwartet werden weiterhin rund 6,45 Milliarden Euro Umsatz, etwa 1,45 Milliarden Euro EBITDA und ein Cash-Capex von 600 bis 650 Millionen Euro. Nach Abschluss der Programme sollen jährlich rund 55 Millionen Euro zusätzlich für Investitionen in die Unternehmensentwicklung zur Verfügung stehen.
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