Infineon Aktie: Kursrutsch lockt die Analysten - Kursziel über 100 Euro?
Die Infineon Aktie gerät am Dienstag deutlich unter Druck und verliert 4,15 Prozent auf 58,27 Euro, was nicht zuletzt an einer kritischen Stimme von Morgan Stanley liegt. Diese hat das DAX-Papier abgestuft und sieht bei den Erwartungen der Börse nur noch geringeres Potenzial nach oben zum Kursziel bei 65 Euro. Bei anderen Analysten fällt das Bild wesentlich freundlicher aus: Bernstein Research und Deutsche Bank bleiben bei ihren positiven Einschätzungen, Warburg Research stuft die Chip-Aktie nach der Kurskorrektur sogar auf „Buy“ hoch. Neben einer möglichen Erholung im Autochipgeschäft rücken vor allem die Wachstumsaussichten mit KI-Rechenzentren in den Blick.
Bernstein Research bestätigt das bisherige „Outperform“ und ein Kursziel von 102 Euro. Trotz eines weiterhin schwachen Automobilmarktes erkennt das Analystenhaus erste Anzeichen einer Erholung im Chipgeschäft mit der Branche. Entscheidend ist dabei weniger eine kurzfristig deutlich steigende Nachfrage als die Preisentwicklung. Verbesserungen an dieser Stelle könnten die Profitabilität stärker anschieben, als der Markt derzeit unterstellt. Unter den europäischen Herstellern analoger Halbleiter zählt Infineon für Bernstein zu den bevorzugten Titeln.
Die Deutsche Bank hält ebenfalls an ihrer positiven Einschätzung der Infineon Aktie fest und bestätigt „Buy“ mit einem Kursziel von 85 Euro. Grundlage der aktuellen Bewertung ist der Auftritt des Halbleiterkonzerns auf einer Investorenkonferenz der Deuutschen Bank. Dort sieht das Analystenhaus seine Einschätzung bestätigt, dass Infineon auch über das Jahr 2026 hinaus über hohes Wachstumspotenzial verfügt.
Warburg Research wird nach dem jüngsten Kursrückgang optimistischer und hebt Infineon von „Hold“ auf „Buy“ hoch. Das Kursziel bleibt bei 84 Euro. Während die Bewertung der Aktie durch die Korrektur attraktiver geworden ist, gewinnt nach Einschätzung des Hauses gleichzeitig das Geschäft mit Chips für KI-Rechenzentren an Tempo. Die derzeitigen Markterwartungen bilden diese Entwicklung aus Sicht von Warburg noch nicht ausreichend ab.
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