Hugo Boss Aktie: Frasers Group rückt ins Zentrum
Die Hugo Boss Aktie gewinnt am Mittwoch auf XETRA 0,74 Prozent auf 39,31 Euro. Für DZ Bank und UBS liegen die Zielmarken damit praktisch auf Höhe des aktuellen Aktienkurses. Im Fokus steht derzeit weniger das operative Geschäft des Modekonzerns als vielmehr die Rolle der Frasers Group als Großaktionär und deren Pläne zur weiteren Aufstockung bei Hugo Boss.
Die DZ Bank belässt die Hugo Boss Aktie auf „Halten“ und sieht den fairen Wert weiterhin bei 40 Euro. Das Haus verweist auf den wachsenden Einfluss der Frasers Group, die nach der Mehrheit bei Hugo Boss greife. Mit der Beendigung des Aktienrückkaufprogramms verhindert Hugo Boss zugleich, dass sich der prozentuale Anteil von Frasers durch den Einzug eigener Aktien automatisch weiter erhöht. Die Kombination aus freiwilligem Übernahmeangebot und verkauften Put-Optionen könnte der Frasers Group nach Einschätzung der DZ Bank eine vergleichsweise günstige schrittweise Übernahme ermöglichen.
Auch die UBS sieht derzeit keinen Kursspielraum und bestätigt ihre neutrale Einstufung mit einem Kursziel von 39,20 Euro. Den angekündigten Stopp des erst am 24. August gestarteten Aktienrückkaufprogramms interpretiert das Analystenhaus als taktische Reaktion auf die Aufstockungspläne von Frasers. Hugo Boss selbst betont, dass sich dadurch weder die Unternehmensstrategie noch die grundsätzliche Kapitalallokation ändern. Für die UBS dürften die Eigentümerverhältnisse bei Hugo Boss angesichts der jüngsten Entwicklungen weiter ein wichtiges Thema für die Anleger bleiben.
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