KAP bleibt in den roten Zahlen – Prognose am unteren Ende erwartet
Die KAP AG hat im ersten Halbjahr 2026 einen weiteren Rückgang von Umsatz und operativem Ergebnis verzeichnet. Die Erlöse sanken um 4,6 Prozent auf 133,2 Millionen Euro, das normalisierte EBITDA ging aufgrund der geringeren Kapazitätsauslastung um 10,6 Prozent auf 13,5 Millionen Euro zurück. Die entsprechende Marge fiel von 10,8 auf 10,1 Prozent. Belastend wirkten die schwache Nachfrage insbesondere aus der Automobil- und Industriebranche sowie Auswirkungen der geopolitischen Konflikte im Nahen Osten.
Unter dem Strich blieb KAP mit einem Minus von 5,1 Millionen Euro in der Verlustzone, verringerte den Fehlbetrag aber gegenüber den 9,5 Millionen Euro des Vorjahres. Das normalisierte EBIT verbesserte sich zugleich von 4,0 Millionen Euro auf 7,4 Millionen Euro. Dahinter stehen allerdings vor allem deutlich niedrigere Abschreibungen infolge der Ende 2025 vorgenommenen Wertberichtigungen.
KAP setzt angesichts der schwachen Entwicklung seinen Restrukturierungskurs fort. „Wir haben die Herausforderungen klar analysiert und gehen sie mit unserem Restrukturierungskonzept nun konsequent an”, sagt Ralph Rumberg, CEO/CRO der KAP AG. „Wir stärken unsere Vertriebsorganisationen und fokussieren uns auf die Anforderungen unserer Kunden, passen unsere Produktionskapazitäten an die tatsächliche Nachfrage an, steigern die Effizienz in unseren Werken und verschlanken unsere Holdingstrukturen. Ergänzend wollen wir strukturelle Maßnahmen umsetzen, um den Verschuldungsgrad schneller zu reduzieren als es über operative Verbesserungen allein möglich wäre”, so der Manager.
Ziel sei „ein stabiles, positives und für uns zufriedenstellendes EBIT-Niveau”, so Rumberg. Die Prognosespanne für 2026 bleibt bestehen, allerdings rechnet der KAP-Vorstand inzwischen mit Ergebnissen am unteren Ende der Spannen. Erwartet werden 230 bis 250 Millionen Euro Umsatz sowie ein normalisiertes EBITDA von 19 bis 23 Millionen Euro. Als zusätzliche Belastungen nennt KAP gestiegene Energiekosten und negative Währungseffekte.
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