IBU-tec baut Batteriegeschäft massiv aus - Verlust steigt
IBU-tec hat im ersten Halbjahr 2026 den Umsatz von 18,9 Millionen Euro auf 19,7 Millionen Euro gesteigert und damit bereits mehr als die Hälfte des für das Gesamtjahr angepeilten Volumens erreicht. Zusätzlich flossen Meilensteinzahlungen im zweistelligen Millionen-Euro-Bereich, die nicht als Umsatz verbucht wurden. Dadurch erhöhten sich die liquiden Mittel binnen Jahresfrist von 1,1 Millionen Euro auf 9,7 Millionen Euro. Unter dem Strich steigt der Halbjahresverlust von 0,6 Millionen Euro auf 1,1 Millionen Euro bzw. von 0,13 Euro je IBU-tec Aktie auf 0,23 Euro. Das EBITDA blieb mit 2,0 Millionen Euro nahezu auf Vorjahresniveau, die Marge lag mit 10,2 Prozent leicht oberhalb der für 2026 vorgesehenen Spanne von 7 bis 10 Prozent.
Im Mittelpunkt standen hohe Investitionen in die neue Produktion für LFP-Kathodenmaterial in Bitterfeld-Wolfen. Bis 2028 will IBU-tec dort Kapazitäten für jährlich 15.000 Tonnen aufbauen. „Das erste Halbjahr stand wieder ganz im Zeichen des Wachstumsmarktes Batteriematerialien. Sowohl beim Aufbau der LFP-Batterieanlage als auch bei den Finanzkennzahlen lagen wir in den ersten sechs Monaten des Jahres voll im Plan. Ab 2028 wird IBU-tec über die größte Produktionskapazität für LFP-Batteriematerial in ganz Europa verfügen. Für Unternehmen aus diesen Bereichen ist IBU-tec derzeit der einzige mögliche Partner in Europa, der in den kommenden Jahren gesichert über Produktionskapazitäten von Batteriematerial im industriellen Maßstab verfügt”, sagt Jörg Leinenbach, CEO der IBU-tec advanced materials AG.
PowerCo hat sich die gesamte Produktion ab 2028 für zehn Jahre gesichert. Der Ausbau kommt nach Unternehmensangaben planmäßig voran, unter anderem wurde der Sprühturm errichtet, dessen Probebetrieb noch Ende 2026 starten soll. Zusätzliche Impulse im Batteriegeschäft kommen von einem Auftrag zur Entwicklung von Anodenmaterial für einen internationalen Konzern. Das Volumen liegt im niedrigen einstelligen Millionen-Euro-Bereich und soll noch in diesem Jahr umsatzwirksam werden.
Die Prognose für 2026 bleibt unverändert: IBU-tec erwartet einen Umsatz zwischen 37 und 39 Millionen Euro bei einer EBITDA-Marge von 7 bis 10 Prozent. Wesentlich größer sind die Dimensionen der mittelfristigen Planung. Bis 2030 soll der Konzernumsatz auf 120 bis 140 Millionen Euro steigen, davon sollen allein 85 bis 90 Millionen Euro auf das Batteriegeschäft entfallen. Weitere Meilensteinzahlungen erwartet das Unternehmen bereits in den kommenden Quartalen.
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