audius wächst, muss aber die Jahresziele senken
audius hat im ersten Halbjahr 2026 deutlich mehr Geschäft gemacht, ist aber hinter den eigenen Planungen zurückgeblieben. Die Gesamtleistung stieg vorläufigen Zahlen vom Freitag zufolge um 23 Prozent von 47,5 Millionen Euro auf 58,5 Millionen Euro. Das EBITDA erhöhte sich um 16 Prozent von 2,9 Millionen Euro auf 3,3 Millionen Euro. Vor allem das angestrebte organische Wachstum des Unternehmens aus Weinstadt entwickelte sich im schwierigen wirtschaftlichen Umfeld aber langsamer als vorgesehen.
Für die kommenden Quartale hat sich die Auftragslage allerdings verbessert. Ende Juni lag der Auftragsbestand bei 103,1 Millionen Euro und damit deutlich über dem Vorjahresniveau. Die verstärkten Vertriebsaktivitäten von audius der vergangenen Monate zahlen sich damit zunehmend aus. Ein wesentlicher Teil der neu gewonnenen Aufträge wird jedoch erst 2027 Umsatz bringen und kann die schwächere Entwicklung im laufenden Jahr nicht mehr ausgleichen.
audius senkt deshalb die Prognose für 2026. Statt einer Gesamtleistung von mehr als 125 Millionen Euro erwartet das Unternehmen nun rund 120 Millionen Euro. Die EBITDA-Prognose fällt von bisher mehr als 10 Millionen Euro auf 8 bis 9 Millionen Euro. Gleichzeitig soll ein Restrukturierungsprogramm die Profitabilität verbessern. Vorgesehen sind unter anderem niedrigere Personalkosten und Effizienzsteigerungen durch den Einsatz künstlicher Intelligenz.
Den Halbjahresbericht 2026 will audius am 27. August veröffentlichen.
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