clearvise steigert Ergebnis und hält an Jahreszielen fest
clearvise hat im ersten Halbjahr 2026 bei Umsatz, bereinigtem EBITDA und Stromproduktion zugelegt und bestätigt nach den ersten sechs Monaten die Prognose für das Gesamtjahr. Einschließlich der Zahlungen für Abregelungen und Redispatch stieg der Konzernumsatz von 18,2 Millionen Euro auf 22,3 Millionen Euro. Ohne Kompensationszahlungen erreichte der Umsatz 21,3 Millionen Euro. Das bereinigte EBITDA verbesserte sich von 13,6 Millionen Euro auf 16,0 Millionen Euro. Unter dem Strich steigt der Gewinn bei clearvise laut Halbjahresbericht von knapp einer Million Euro auf 1,72 Millionen Euro.
Die Stromproduktion erhöhte sich von 220,0 auf 254,1 GWh. Werden kompensierte Abschaltungen einbezogen, waren es 291,1 GWh nach 236,1 GWh im Vorjahreszeitraum. Auch beim operativen Cashflow verzeichnete clearvise mit 12,2 Millionen Euro nach zuvor 10,8 Millionen Euro einen Anstieg. Die Eigenkapitalquote lag Ende Juni bei rund 37 Prozent und damit zwei Prozentpunkte höher als zum Jahresende 2025.
Parallel dazu strafft clearvise das Portfolio. 13 kleinere Photovoltaikanlagen mit zusammen rund 8,6 MW wurden verkauft, wobei der Erlös überwiegend zum Abbau von Fremdkapital verwendet wird. Für fünf Wind- und Solarparks hat das Unternehmen zudem neue Stromabnahmeverträge mit Laufzeiten zwischen neun und zwölf Monaten abgeschlossen. Gegenüber der bisherigen Planung sollen diese PPAs mehr als 0,7 Millionen Euro zusätzlichen Ergebnisbeitrag bringen. Beim italienischen Solarprojekt Tezze mit rund 4,1 MWp läuft inzwischen der Bau; die Fertigstellung ist noch für 2026 vorgesehen. Das Projekt verfügt über einen staatlichen Tarifzuschlag für 20 Jahre.
„Die Zahlen für das erste Halbjahr bestätigen die operative Tragfähigkeit unseres Portfolios. Besonders erfreulich ist der Anstieg des bereinigten EBITDA, das wir trotz schwacher Windverhältnisse und geringer Sonneneinstrahlung zu Jahresbeginn erzielen konnten. Zugleich haben wir im ersten Halbjahr wichtige strategische Schritte umgesetzt: Wir haben unser Portfolio fokussiert, die Planbarkeit künftiger Cashflows verbessert und mit dem Bau von Tezze ein Projekt mit langfristig gesicherter Erlösbasis in die Umsetzung gebracht. Damit schaffen wir eine belastbare Grundlage für die weitere Steigerung der Ertrags- und Ausschüttungsfähigkeit”, sagt Bernhard Gierke, CEO der clearvise AG.
Für 2026 rechnet clearvise unverändert mit einem Konzernumsatz einschließlich der Ausgleichszahlungen von 44,2 bis 46,5 Millionen Euro. Das bereinigte EBITDA soll 26,7 bis 28,7 Millionen Euro erreichen, die Stromproduktion zwischen 554 und 584 GWh. Neben dem Ausbau des Kernportfolios prüft das Unternehmen weitere Verkäufe nicht-strategischer Anlagen, um Kapital unter anderem für Batteriespeicher oder Investitionen in bestehende Wind- und Solarparks freizusetzen.
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Hinweis auf Interessenskonflikt(e): Der / die Autor(in) oder andere Personen aus der 4investors-Redaktion halten unmittelbar Positionen in Finanzinstrumenten / Derivate auf Finanzinstrumente von Unternehmen, die in diesem Beitrag thematisiert werden und deren Kurse durch die Berichterstattung beeinflusst werden könnten: clearvise.
