Nabaltec: Umsatz zieht an, Gewinn geht zurück
Nabaltec hat nach einem verhaltenen Jahresauftakt im zweiten Quartal 2026 wieder deutlich mehr umgesetzt. Die Erlöse stiegen im Quartal um 6,9 Prozent auf 55,3 Millionen Euro und brachten den Halbjahresumsatz auf 108,6 Millionen Euro, ein Plus von 1,9 Prozent. Wachstum gab es in beiden Produktsegmenten: Funktionale Füllstoffe kamen im ersten Halbjahr auf 80,1 Millionen Euro Umsatz, Spezialoxide auf 28,4 Millionen Euro - beide Werte liegen leicht über dem Vorjahresniveau. Besonders kräftig entwickelte sich der Produktbereich Viskositätsoptimierte Hydroxide mit einem Plus von 36 Prozent.
Auf der Ergebnisseite zeigt sich dagegen ein anderes Bild. Das EBITDA sank in den ersten sechs Monaten um 5,1 Prozent auf 13,8 Millionen Euro, das EBIT sogar um 26,1 Prozent auf 6,6 Millionen Euro. Unter dem Strich ging der Jahresüberschuss von 5,9 Millionen Euro auf 4,4 Millionen Euro zurück, das Ergebnis je Nabaltec Aktie von 0,67 Euro auf 0,50 Euro.
„Die Rückkehr zum Umsatzwachstum im zweiten Quartal 2026 ist für uns ein wichtiger Gradmesser”, so Johannes Heckmann, Vorstandsvorsitzender der Nabaltec AG. Belastend wirkten nach Angaben des Unternehmens aus Schwandorf bei Nürnberg vor allem höhere Energiekosten und gestiegene planmäßige Abschreibungen. Positiv entwickelte sich dagegen der operative Cashflow mit 21,7 Millionen Euro nach 20,5 Millionen Euro im Vorjahreszeitraum.
Auftragsbestand steigt deutlich
Der Auftragsbestand lag Ende Juni bei 52,2 Millionen Euro und damit deutlich über den 38,3 Millionen Euro des Vorjahres. „Für den weiteren Verlauf des Geschäftsjahres sind die Marktindikatoren darüber hinaus gut: Über beide Produktsegmente konnte ein Umsatzplus erzielt werden und die Dynamik im noch jungen Produktbereich der viskositätsoptimierten Hydroxide ist weiterhin sehr hoch. Auch bei unseren Böhmiten sehen wir nach einer schwierigen Phase eine Bodenbildung mit leichtem Wachstum”, so Heckmann.
Nabaltec bestätigt vor diesem Hintergrund die Prognose für 2026: Der Umsatz soll um 4 bis 6 Prozent wachsen, die EBIT-Marge zwischen 5 und 7 Prozent liegen. Damit kalkuliert das Unternehmen weiterhin mit einer niedrigeren Profitabilität als 2025, vor allem aufgrund der höheren Energiekosten und Abschreibungen.
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