NFON rutscht in die roten Zahlen
NFON hat im ersten Halbjahr 2026 einen Umsatzrückgang von 44,2 Millionen Euro auf 42,5 Millionen Euro verbucht. Auch beim operativen Ergebnis ging es abwärts: Das bereinigte EBITDA sank von 5,7 Millionen Euro auf 4,4 Millionen Euro. Das Unternehmen verweist unter anderem auf eine schwächere Businesstelefonie, längere Entscheidungszyklen bei größeren Kundenprojekten und die Entwicklung in Großbritannien. Der Anteil der wiederkehrenden Umsätze stieg zwar von 93,4 Prozent auf 94,1 Prozent, deren absolute Höhe lag mit 40,0 Millionen Euro aber ebenfalls leicht unter dem Vorjahreswert.
Noch schwächer fällt der Blick auf die nicht bereinigten Ergebniszahlen aus dem Halbjahresbericht aus. Das Betriebsergebnis drehte von plus 1,1 Millionen Euro auf minus 0,3 Millionen Euro, vor Steuern entstand ein Verlust von 0,6 Millionen Euro nach einem Gewinn von 0,9 Millionen Euro im Vorjahr. Unter dem Strich weist NFON einen Konzernverlust von 0,7 Millionen Euro aus, nachdem im ersten Halbjahr 2025 noch 0,9 Millionen Euro Gewinn erzielt worden waren. Das Ergebnis je NFON Aktie sank entsprechend um 0,10 Euro auf einen Halbjahresverlust von 0,04 Euro.
NFON kappt die Ziele für 2026
„Die Geschäftsentwicklung im ersten Halbjahr blieb hinter unseren Erwartungen zurück”, so Andreas Wesselmann, Chief Executive Officer der NFON AG. Die wachsenden Geschäfte mit Intelligent Assistant und Kundenengagement reichen nach Einschätzung des Münchener Unternehmens 2026 noch nicht aus, um die Schwäche in der Businesstelefonie und Verzögerungen bei größeren Projekten auszugleichen.
Nach der schwächeren Entwicklung hat NFON seine bereits zuvor kommunizierten Jahresziele in der vergangenen Woche gesenkt. Für 2026 werden nun 84,5 bis 86,0 Millionen Euro Umsatz erwartet, nachdem zuvor noch ein Wachstum im niedrigen bis mittleren einstelligen Prozentbereich in Aussicht gestellt worden war. Beim bereinigten EBITDA liegt die neue Zielspanne bei 9,5 bis 10,5 Millionen Euro statt zuvor mehr als 12 Millionen Euro.
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