tonies: „Das erste Halbjahr 2026 war stark”
tonies hat im ersten Halbjahr 2026 den Umsatz kräftig gesteigert. Die Erlöse erhöhten sich um 38 Prozent auf 242,9 Millionen Euro, währungsbereinigt lag das Plus bei 41 Prozent. Besonders stark entwickelte sich Nordamerika mit einem Umsatzanstieg um 48 Prozent auf 104,3 Millionen Euro. Auch die DACH-Region wuchs mit 26 Prozent deutlich. Wichtigster Wachstumstreiber bei den Produkten waren die Tonieboxen, deren Umsatz um 65 Prozent auf 57,2 Millionen Euro zulegte. Die Erlöse mit den deutlich umsatzstärkeren Tonies-Figuren stiegen um 32 Prozent auf 177,1 Millionen Euro.
Das hohe Umsatzwachstum schlägt sich allerdings bislang kaum im operativen Ergebnis nieder. Das bereinigte EBITDA erreichte im ersten Halbjahr lediglich 0,7 Prozent des Umsatzes, nach 2,1 Prozent im Vorjahreszeitraum. Belastet wurde die Marge laut tonies vor allem durch den höheren Anteil der margenschwächeren Toniebox-Verkäufe sowie neue US-Zölle. Die Margenbelastungen seien vorübergehend, so tonies-CFO Hansjörg Müller, und solle die Basis für langfristig margenstarke Attach-Umsätze liefern. Gleichzeitig fiel das unbereinigte EBITDA laut Halbjahresabschluss von plus 3,2 Millionen Euro auf minus 0,4 Millionen Euro. Das EBIT verschlechterte sich von minus 6,7 Millionen Euro auf minus 10,7 Millionen Euro.
Noch wesentlich deutlicher fällt die Verschlechterung beim Nettoergebnis aus: Der Verlust aus fortzuführenden Geschäftsbereichen erhöhte sich im ersten Halbjahr von 1,1 Millionen Euro auf 27,3 Millionen Euro. Neben dem negativen EBIT belastete vor allem das Finanzergebnis und hier laut Halbjahresbericht insbesondere die „Bewertung von Optionsverbindlichkeiten infolge des gestiegenen Aktienkurses”. Je tonies Aktie ergibt sich ein Verlust von 0,24 Euro nach 0,01 Euro im Vorjahreszeitraum. Auch der Free Cashflow war mit minus 64,3 Millionen Euro deutlich negativ, was das Unternehmen vor allem mit dem Aufbau saisonaler Lagerbestände für anstehende Produkteinführungen begründet.
Wachstumsschub kostet vorübergehend Marge und Cashflow
Beim Unternehmen zeigt man sich dennoch zufrieden: „Das erste Halbjahr 2026 war stark - in jedem Segment, über alle Kategorien hinweg, und mit unterm Strich 41 Prozent Wachstum”, sagt Tobias Wann, CEO von tonies. „Besonders Nordamerika zeigt das massive Potenzial, das noch vor uns liegt. Die bereinigte Marge spiegelt eine geplante zeitliche Veränderung in unserem Produktmix und den US-Zöllen wider. Wir gehen mit Überzeugung in die zweite Jahreshälfte und bestätigen unsere Prognose für 2026”, so Müller.
Für das Gesamtjahr erwartet tonies weiterhin mehr als 20 Prozent währungsbereinigtes Umsatzwachstum auf über 760 Millionen Euro und eine bereinigte EBITDA-Marge zwischen 9 und 11 Prozent. In Nordamerika soll der Umsatz währungsbereinigt um mehr als 30 Prozent wachsen. Zudem rechnet tonies für das Gesamtjahr weiterhin mit einem positiven Free Cashflow, womit nach dem hohen Mittelabfluss im ersten Halbjahr eine entsprechend deutliche Verbesserung in der zweiten Jahreshälfte verbunden wäre.
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Hinweis auf Interessenskonflikt(e): Der / die Autor(in) oder andere Personen aus der 4investors-Redaktion halten unmittelbar Positionen in Finanzinstrumenten / Derivate auf Finanzinstrumente von Unternehmen, die in diesem Beitrag thematisiert werden und deren Kurse durch die Berichterstattung beeinflusst werden könnten: tonies SE.
