Homann Holzwerkstoffe senkt Prognose nach schwachem Halbjahr
Homann Holzwerkstoffe hat nach einem deutlich schwächeren ersten Halbjahr die Prognose für 2026 gesenkt. Der Umsatz des Anleihe-Emittenten lag nach vorläufigen Zahlen mit 194,4 Millionen Euro nahezu auf dem Vorjahresniveau von 195,0 Millionen Euro. Beim um Währungseffekte bereinigten EBITDA rutschte das Unternehmen dagegen von 22,1 Millionen Euro im Vorjahreszeitraum auf minus 1,4 Millionen Euro ab. Belastet wurde das Ergebnis nach ANgaben des Münchener Unternehmens vom Freitag vor allem durch die schwache Nachfrage aus der Möbelindustrie, hohe Anlaufverluste im neuen Werk in Litauen sowie kräftig gestiegene Kosten für Chemikalien, Holz, Energie und Transporte. Ohne die Anlaufverluste in Litauen hätte das bereinigte EBITDA 13,9 Millionen Euro erreicht.
Als Reaktion auf die Verluste fährt Homann Holzwerkstoffe die Kapazitäten im litauischen Werk Pagiriai vorübergehend zurück. Dadurch sollen die dortigen operativen Verluste im zweiten Halbjahr gegenüber den ersten sechs Monaten um 5 bis 6 Millionen Euro sinken. Zugleich berichtet das Unternehmen seit Juni von einer leichten Nachfragebelebung und konnte die gestiegenen Kosten größtenteils an die Kunden weitergeben. Entsprechend erwartet Homann Holzwerkstoffe für die zweite Jahreshälfte eine Verbesserung der Ertragslage.
Für das Gesamtjahr 2026 rechnet die Gesellschaft nun nur noch mit einem Umsatz etwa auf dem Vorjahresniveau von 383 Millionen Euro. Das bereinigte EBITDA soll zwischen 10 und 15 Millionen Euro liegen, nachdem bislang ein moderater Anstieg gegenüber den 38,2 Millionen Euro aus dem Vorjahr erwartet worden war. Bereinigt um die Anlaufverluste in Litauen stellt Homann Holzwerkstoffe ein EBITDA von 34 bis 39 Millionen Euro in Aussicht, verglichen mit 54 Millionen Euro im Vorjahr.
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