Ringmetall steigt in den südafrikanischen Markt ein
Ringmetall expandiert erstmals nach Afrika und übernimmt 75,1 Prozent an der neu gegründeten Tesseraux SA mit Sitz in Kapstadt. In die Gesellschaft wird das operative Geschäft des südafrikanischen Bag-in-Box-Produzenten Vinbag eingebracht. Für die verbleibenden 24,9 Prozent hat sich Ringmetall eine Call-Option gesichert. Angaben zum Kaufpreis macht das Unternehmen aus München nicht. Tesseraux beschäftigt 30 Mitarbeiter und erzielt einen Umsatz im niedrigen einstelligen Millionen-Euro-Bereich.
Mit der Beteiligung baut Ringmetall zugleich den Geschäftsbereich Liner aus. Tesseraux produziert Bag-in-Box-Systeme mit Größen zwischen 1,5 und 25 Litern, die vor allem in der Wein- und Saftindustrie sowie in der Systemgastronomie eingesetzt werden. Weitere Anwendungen sind Verpackungen für flüssige Lebensmittel wie Speiseöle und Flüssig-Ei. Die bisherige Vinbag-Geschäftsführung bleibt an Bord und soll Tesseraux weiterführen.
„Südafrika ist für uns ein attraktiver Wachstumsmarkt mit einer starken Wein- und Lebensmittelindustrie, die zunehmend auf effiziente und nachhaltige Verpackungslösungen setzt”, sagt Christoph Petri, Vorstandssprecher der Ringmetall SE. Mit der Übernahme könne man das „Bag-in-Box-Geschäft in der Region ausbauen und mittelfristig weitere Produkte unserer Gruppe in den Markt einführen”, so der Manager am Freitag.
Über das bestehende Geschäft hinaus will Ringmetall die neue Tochter als Ausgangspunkt für den Vertrieb weiterer Produkte in Südafrika nutzen, darunter 1.000-Liter-Liner. Zusätzliche Synergien erwartet das Unternehmen beim Einkauf, durch eine höhere Fertigungstiefe sowie bei Controlling und IT. Die Integration von Tesseraux in den Ringmetall-Konzern soll zeitnah erfolgen und zunächst durch Management-Kapazitäten aus der Gruppe unterstützt werden.
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