Vossloh schließt Cordel-Übernahme ab
Vossloh hat die Übernahme des britischen LiDAR-Spezialisten Cordel abgeschlossen und erweitert damit sein digitales Angebot für die Bahnindustrie. Nach der gerichtlichen Genehmigung wurde die Transaktion am Donnerstag vollzogen, nachdem zuvor bereits die Cordel-Aktionäre dem Angebot zugestimmt hatten. Vossloh zahlt für das Unternehmen rund 29 Millionen Britische Pfund beziehungsweise umgerechnet etwa 33 Millionen Euro.
Cordel setzt auf Zügen installierte Lasermessgeräte ein, um Bahnstrecken dreidimensional zu erfassen und mögliche Probleme an Gleisen und Infrastruktur frühzeitig zu erkennen. Die dabei gewonnenen Daten werden mit künstlicher Intelligenz ausgewertet und sollen unter anderem unebene Schotterbetten, störende Vegetation oder zu tief hängende Oberleitungen identifizieren.
„Cordels Technologie ist eine perfekte Ergänzung unseres Portfolios. Damit ermöglichen wir unseren Kunden einen noch umfassenderen Blick auf ihr Bahnnetz und schaffen die Voraussetzungen für eine vorausschauende Instandhaltung und einen zuverlässigeren Betrieb”, sagt Oliver Schuster, CEO der Vossloh AG.
Cordel arbeitet bereits für große Bahnbetreiber im Vereinigten Königreich, Nahen Osten, in Nordamerika und Australien. Für Vossloh ist die Akquisition Teil des laufenden Ausbaus des Digitalgeschäfts. Anfang 2026 hatte der Konzern eine Hybridanleihe über 250 Millionen Euro begeben, deren Mittel vor allem zur Stärkung der digitalen Kompetenz eingesetzt werden sollen.
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