HHLA: Umbau der Hamburger Terminals belastet Ergebnis
Die Hamburger Hafen und Logistik AG (HHLA) hat im ersten Halbjahr 2026 bei rückläufigen Umschlagsmengen mehr Umsatz erzielt, zugleich aber einen Ergebnisrückgang verzeichnet. Der Konzernumsatz stieg um 3 Prozent auf 910,9 Millionen Euro, während das EBIT von 79,4 Millionen Euro auf 51,3 Millionen Euro sank. Der Containerumschlag ging um 6,7 Prozent auf 2,959 Millionen TEU zurück, bei den Containertransporten verzeichnete die HHLA ein Minus von 1,2 Prozent auf 985.000 TEU. Neben dem Wintereinbruch zu Jahresbeginn wirkten sich die laufende Automatisierung der Hamburger Containerterminals sowie Infrastrukturarbeiten im Schienennetz auf die operativen Abläufe aus.
„Die Modernisierung unserer Hamburger Containerterminals ist eine entscheidende Investition in die Zukunftsfähigkeit der HHLA. Gerade in einem herausfordernden Marktumfeld ist es von zentraler Bedeutung, unsere Wettbewerbsfähigkeit langfristig zu stärken. Von daher halten wir konsequent an unseren Zukunftsinvestitionen fest - auch wenn unsere Umbaumaßnahmen und die Infrastrukturarbeiten im deutschen Schienennetz unser operatives Geschäft derzeit beeinflussen”, sagt HHLA-Chef Jeroen Eijsink.
Besonders betroffen war das Segment Container. An den Hamburger Terminals sank der Umschlag um 7,3 Prozent auf 2,786 Millionen TEU. „Zusätzliche Belastungen ergaben sich aus den geopolitischen Spannungen im Nahen Osten und den damit verbundenen Veränderungen internationaler Warenströme”, so HHLA am Donnerstag. Dennoch blieb der Segmentumsatz mit 426,6 Millionen Euro nahezu auf Vorjahresniveau, unter anderem aufgrund zusätzlicher Lagergelderlöse. Das EBIT verringerte sich von 42,8 Millionen Euro auf 17,2 Millionen Euro. Im Intermodal-Geschäft standen einem Rückgang der Transportmenge um 1,2 Prozent auf 985.000 TEU Umsatzerlöse von 425,5 Millionen Euro nach 400,5 Millionen Euro gegenüber. Das Segment-EBIT erreichte 47,5 Millionen Euro nach 48,2 Millionen Euro.
Für 2026 hat die HHLA ihre Prognose angesichts der operativen Beeinträchtigungen angepasst. Beim Containerumschlag erwartet der Vorstand nun einen leichten Rückgang gegenüber dem Vorjahr, während der Containertransport leicht zulegen soll. Auf Konzernebene rechnet das Unternehmen mit einem deutlichen Umsatzanstieg und einem EBIT zwischen 150 und 170 Millionen Euro. Die Investitionsplanung bleibt unverändert: Konzernweit sind weiterhin 430 bis 480 Millionen Euro vorgesehen, davon 400 bis 450 Millionen Euro für die Hafenlogistik.
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