Kontron: Ennoconn bleibt unter der Mehrheit - Vollzug in Kürze
Beim Pflichtangebot von Ennoconn für Kontron sind sämtliche Angebotsbedingungen erfüllt. Auch die erforderliche Investitionskontroll-Freigabe in Deutschland vom Bundeswirtschaftsministerium liegt vor. Der Vollzug des Angebots soll nach Angaben von Ennoconn am 20. August 2026 erfolgen. Zu einer wesentlichen Verschiebung der angebotenen Aktien kam es nicht: Ennoconn hält vor dem Settlement 48,36 Prozent der Kontron-Aktien und wird auch anschließend nicht über die Mehrheit der Stimmrechte verfügen. Ein weiterer Ausbau der Beteiligung sei nicht geplant.
Damit soll Kontron weiterhin eigenständig bleiben, auch das bestehende Management bleibt unverändert im Amt. Strategisch will der IoT-Konzern seinen Fokus auf technologische Führungspositionen sowie den Ausbau des Software-and-Solutions-Geschäfts fortsetzen. Gleichzeitig soll die Zusammenarbeit mit Foxconn und Ennoconn intensiviert werden. Aus dieser Kooperation verspricht sich Kontron mittelfristig Synergien von 40 Millionen Euro.
Zuletzt hatte Kontron Zahlen vorgelegt und die Prognose bestätigt. Der Vorstand erwartet weiterhin einen Umsatz leicht über dem Vorjahreswert von 1,607 Milliarden Euro, was bereinigt um veräußerte Geschäftsbereiche einem organischen Wachstum von rund 8 Prozent entspricht. Das bereinigte EBITDA soll unverändert 225 Millionen Euro vor Restrukturierungsaufwendungen von rund 25 Millionen Euro erreichen. Zusätzlich verweist das Unternehmen auf Kundenrückstände von 50,4 Millionen Euro, die bei einer verbesserten Chipversorgung noch im laufenden Jahr umsatzwirksam werden könnten.
4investors.de als bevorzugte Quelle bei Google festlegen
Damit sehen Sie unsere Börsen- und Aktiennews häufiger in Ihren Google-Suchergebnissen.

Hinweis auf Interessenskonflikt(e): Der / die Autor(in) oder andere Personen aus der 4investors-Redaktion halten unmittelbar Positionen in Finanzinstrumenten / Derivate auf Finanzinstrumente von Unternehmen, die in diesem Beitrag thematisiert werden und deren Kurse durch die Berichterstattung beeinflusst werden könnten: Kontron.
