Rheinmetall Aktie: 100 Prozent Kursgewinn voraus?
Nach den endgültigen Quartalszahlen bestätigt Warburg Research seine Kaufempfehlung für die Rheinmetall Aktie, während die Analysten insgesamt ein ungewöhnlich breites Spektrum an Kurszielen aufrufen. Die Marken reichen von 1.300 bis 2.300 Euro. Beim aktuellen Aktienkurs von 1.134,20 Euro sehen damit selbst die vorsichtigsten der hier genannten Häuser für die DAX-notierte Rüstungsaktie noch Luft nach oben.
Goldman Sachs setzt mit 2.300 Euro weiterhin die mit Abstand höchste Zielmarke und empfiehlt die Rheinmetall Aktie zum Kauf. Die Quartalszahlen werden als stark eingestuft und entsprechen nach Einschätzung des Analystenhauses den bereits veröffentlichten vorläufigen Daten. Offen bleibt allerdings, wie die Umsatzplanung zu interpretieren ist: Neben dem weggefallenen Fregattenauftrag könnten weitere Belastungsfaktoren eine Rolle spielen – alternativ könnte Rheinmetall seine Ziele bewusst konservativ formuliert haben.
Die Deutsche Bank bleibt ebenfalls bei ihrer Kaufempfehlung und einem Kursziel von 1.800 Euro für die Anteilscheine des Düsseldorfer Rüstungskonzerns. Die veränderte Kommunikation von Rheinmetall zur Auftragslage führt aus Sicht des Analystenhauses nicht zu einer grundlegend anderen Risikobewertung. Vielmehr dürften sich neue Aufträge zeitlich anders verteilen als bislang angenommen.
Bei der UBS lautet das Votum für die Rüstungsaktie ebenfalls weiterhin Kaufen, das Kursziel liegt bei 1.600 Euro. Zwar könnte die neue Zielsetzung für den Auftragseingang für Enttäuschung sorgen. Das Analystenhaus wertet sie jedoch in erster Linie als vorsichtigere Planung. An den Aussichten für das Umsatzpotenzial von Rheinmetall ändere sich dadurch wenig.
Schiffbau größte Enttäuschung bei Rheinmetall
Warburg Research bestätigt nach Vorlage der endgültigen Zahlen zum zweiten Quartal das „Buy“-Rating mit einem Kursziel von 1.500 Euro. Wachstum gab es demnach sowohl im Rüstungsbereich als auch bei der Autozulieferung über sämtliche Segmente hinweg. Besonders positiv stach die Luftabwehr hervor, die stärker als erwartet abschnitt. Die größte negative Abweichung von den Prognosen verzeichnete dagegen der Schiffbau.
Deutlich zurückhaltender positioniert sich JPMorgan mit „Neutral“ und einem Kursziel von 1.350 Euro. Fragezeichen sieht das Analystenhaus insbesondere hinter den neuen Vorgaben zu Umsatz, Investitionen und Auftragseingang. Für 2026 werden die Umsatzerwartungen leicht reduziert. Für die Folgejahre kommt es nach Einschätzung von JPMorgan vor allem darauf an, in welchem Umfang Rheinmetall tatsächlich neue Aufträge hereinholen kann.
Jefferies nennt mit 1.300 Euro zwar das niedrigste Kursziel in dieser Analystenrunde, hält aber dennoch an der Kaufempfehlung fest. Überzeugt hat insbesondere die Profitabilität: Im Rüstungsgeschäft verbesserte sich die Marge um 3,1 Prozentpunkte.
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