q.beyond Aktie: Kosten für KI-Umbau drücken Prognose
q.beyond beschleunigt den Umbau des Unternehmens mit Künstlicher Intelligenz und nimmt dafür 2026 Belastungen in Kauf. „Die bestehenden Strukturen passen nicht mehr zu den Marktgegebenheiten”, sagt q.beyond CFO Nora Wolters. Für den Konzernumbau, der auch Personalmaßnahmen umfasst, fallen einmalige Aufwendungen von rund 5 bis 6 Millionen Euro an. Zusammen mit der anhaltenden Investitionszurückhaltung im deutschen Mittelstand führt dies zu einer deutlichen Senkung der Jahresprognose. Beim EBITDA erwartet q.beyond nur noch 3 bis 7 Millionen Euro statt bisher 10 bis 16 Millionen Euro. Zudem rechnet der IT-Dienstleister für 2026 nun einmalig mit einem negativen Konzernergebnis und einem negativen Free Cashflow.
Ab 2027 soll sich der beschleunigte KI-Umbau dagegen auszahlen. Unter anderem werde der neue Standort im rumänischen Cluj den KI-gestützten 24/7-Support für Kunden übernehmen. q.beyond erwartet aus dem Konzernumbau jährliche Einsparungen von rund 7 Millionen Euro und will am 2027 wieder einen Konzerngewinn sowie einen nachhaltig positiven Free Cashflow erzielen.
Operativ zeigte sich q.beyond vor den Belastungen aus der beschleunigten KI-Transformation im schwierigen Marktumfeld weitgehend stabil. Im zweiten Quartal 2026 erzielte das Unternehmen bei einem Umsatz von 43 Millionen Euro nach 44,4 Millionen Euro im Vorjahresquartal ein EBITDA vor der ersten Transformationsrückstellung von 0,9 Millionen Euro in Höhe von 2,5 Millionen Euro, nach 2,7 Millionen Euro im Vorjahr. Die bereinigte EBITDA-Marge blieb bei 6 Prozent, das Konzernergebnis lag wie im Vorjahresquartal bei null. Schwächer entwickelte sich dagegen der Free Cashflow mit minus 1,6 Millionen Euro nach plus 1,1 Millionen Euro.
Liquidität für Aktienrückkäufe vorhanden
„Wir steigern wie geplant im ersten Schritt Umsatz und Ergebnis im Consulting”, so Wolters. Sobald die Wirtschaft wieder an Dynamik gewinne, sieht das Unternehmen daraus vermehrt Anknüpfungspunkte für neue Managed-Services-Aufträge, so das Kölner Unternehmen am Montag.
Zum 30. Juni verfügte q.beyond über eine Nettoliquidität von 41 Millionen Euro, die nach Ablauf einer gesetzlichen Frist resultierend aus der außerordentlichen Hauptversammlung Ende Januar 2026 am 17. August grundsätzlich auch finanziellen Spielraum für bereits angekündigte Aktienrückkäufe bietet. Entsprechende Beschlüsse von Vorstand und Aufsichtsrat stehen allerdings noch aus.
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Hinweis auf Interessenskonflikt(e): Der / die Autor(in) oder andere Personen aus der 4investors-Redaktion halten unmittelbar Positionen in Finanzinstrumenten / Derivate auf Finanzinstrumente von Unternehmen, die in diesem Beitrag thematisiert werden und deren Kurse durch die Berichterstattung beeinflusst werden könnten: q.beyond.
