Rational profitiert von starker Nachfrage – China bleibt die Baustelle
Rational hat den Wachstumskurs im ersten Halbjahr 2026 fortgesetzt und die Prognose für das Gesamtjahr bestätigt. Der Umsatz des Konzerns aus Landsberg am Lech stieg gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 6 Prozent auf 641,5 Millionen Euro, währungsbereinigt lag das Plus bei 8 Prozent. Im zweiten Quartal erhöhte sich der Umsatz von 310,9 Millionen Euro auf 324,0 Millionen Euro. Das EBIT legte auf Halbjahresbasis um knapp 11 Prozent auf 169,9 Millionen Euro zu, die EBIT-Marge verbesserte sich von 25,3 Prozent auf 26,5 Prozent. Im zweiten Quartal erreichte sie 29,0 Prozent, profitierte dabei jedoch von einer Erstattung von US-Zöllen in Höhe von rund 14 Millionen Euro. Unter dem Strich erzielte Rational einen Halbjahresgewinn je Aktie von 11,64 Euro nach zuvor 10,58 Euro.
Wachstumstreiber waren vor allem die europäischen Märkte. Der Umsatz in Deutschland sowie im übrigen Europa stieg jeweils um 9 Prozent. In Nordamerika erzielte Rational trotz des schwachen US-Dollars ein Umsatzplus von 1 Prozent, währungsbereinigt lag das Wachstum bei gut 10 Prozent. Dagegen entwickelte sich Asien weiterhin verhalten. Dort gingen die Erlöse um 2 Prozent zurück, was insbesondere auf die schwache Entwicklung in China zurückzuführen war. Positiv entwickelte sich dagegen der japanische Markt. Bei den Produkten legte die Kochsystem-Linie iVario mit einem Umsatzplus von 14 Prozent auf 79,4 Millionen Euro stärker zu als die Produktgruppe iCombi, deren Erlöse um 5 Prozent auf 562,2 Millionen Euro stiegen.
Die Profitabilität wurde neben dem Umsatzwachstum auch durch unterproportional steigende Kosten gestützt. Die Rohertragsmarge verbesserte sich von 59,0 Prozent auf 59,8 Prozent. Ohne die Zollerstattung hätten höhere Material-, Logistik- und Zollkosten das Ergebnis jedoch stärker belastet. Rational beschäftigte Ende Juni weltweit 2.913 Mitarbeiter und baute den Vertrieb im vergangenen Jahr weiter aus. Nach Unternehmensangaben sorgen ein hoher Auftragseingang und ein gestiegener Auftragsbestand für eine gute Ausgangslage im zweiten Halbjahr.
„Diese Ausgangssituation gibt uns Rückenwind für die zweite Jahreshälfte. Wir sind daher positiv gestimmt und gehen davon aus, unseren Wachstumskurs fortzusetzen und unsere Ziele für das Gesamtjahr zu erreichen”, sagt Rational-CEO Dr. Peter Stadelmann am Donnerstag. Für 2026 bestätigt Rational seine Prognose einer EBIT-Marge zwischen 25 Prozent und 26 Prozent. Nach Einschätzung des Unternehmens sorgt die Zollerstattung zwar für zusätzlichen Spielraum bei den derzeit höheren Material-, Logistik- und Zollkosten, der weitere Geschäftsverlauf soll jedoch vor allem von der anhaltenden Nachfrage und dem hohen Auftragsbestand getragen werden.
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