Novo Nordisk scheitert mit Ziltivekimab in Herz-Kreislauf-Studie
Novo Nordisk hat in der Phase-3-Studie ZEUS mit seinem Wirkstoffkandidaten Ziltivekimab den angestrebten Nutzen verfehlt - die Aktie reagiert am Freitag mit einem deutlichen Kurssturz auf die Nachricht, aktuell verliert der Titel 8,7 Prozent auf 302,20 DKK. Zwar zeigte der Antikörper nach Angaben des dänischen Pharma-Unternehmens die erwartete biologische Wirkung und hemmte den IL-6-Signalweg, was sich in gesenkten Entzündungswerten niederschlug. Auf die Rate schwerer kardiovaskulärer Ereignisse hatte dies gegenüber Placebo jedoch keinen Effekt.
Beim Sicherheitsprofil lagen die Raten unerwünschter Ereignisse insgesamt auf dem Niveau von Placebo. Passend zur Hemmung des IL-6-Signalwegs trat unter Ziltivekimab jedoch ein höherer Anteil schwerer Infektionen auf. Bei der Gesamtsterblichkeit ergab sich kein Unterschied.
In die doppelblinde, placebokontrollierte Studie waren mehr als 6.300 Patienten mit atherosklerotischer Herz-Kreislauf-Erkrankung, chronischer Nierenerkrankung und Entzündung eingeschlossen, die einmal monatlich 15 Milligramm Ziltivekimab oder ein Placebo erhielten.
An seinem strategischen Fokus auf Herz-Kreislauf-Erkrankungen hält Novo Nordisk nach eigenen Angaben trotz des Rückschlags fest. Zwei weitere laufende Studien mit Ziltivekimab, HERMES bei Herzinsuffizienz und ARTEMIS nach einem akuten Herzinfarkt, sollen fortgesetzt werden, Ergebnisse werden im ersten Halbjahr 2027 erwartet. Auf den bereits kommunizierten Ausblick für das bereinigte Betriebsergebnis 2026 hat das ZEUS-Ergebnis nach Angaben von Novo Nordisk keine Auswirkungen, es führt aber im dritten Quartal 2026 zu einer nicht näher bezifferten Abschreibung.
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