PSI kehrt im zweiten Quartal operativ in die schwarzen Zahlen zurück
Der PSI-Konzern hat im zweiten Quartal 2026 wieder ein positives Betriebsergebnis erzielt. Der Umsatz stieg um 10,7 Prozent auf 71,9 Millionen Euro, nach 65,0 Millionen Euro im Vorjahresquartal. Das EBIT drehte auf 1,1 Millionen Euro, nach minus 0,04 Millionen Euro, das bereinigte EBIT lag bei 3,4 Millionen Euro. Deutlich zog auch der Auftragseingang an, der um 32,7 Prozent auf 69 Millionen Euro kletterte, nach 52 Millionen Euro.
Über das erste Halbjahr bleibt das Bild bei dem Berliner Software-Unternehmen dagegen von Verlusten geprägt. Zwar stieg der Konzernumsatz um 4,1 Prozent auf 138,4 Millionen Euro, doch das EBIT war mit minus 4,8 Millionen Euro negativ, nach plus 2,1 Millionen Euro im Vorjahr, auch das bereinigte EBIT lag mit minus 1,2 Millionen Euro im Minus. Das Konzernergebnis verschlechterte sich auf minus 10,0 Millionen Euro, nach minus 1,4 Millionen Euro, das Ergebnis je PSI Aktie auf minus 0,64 Euro. Belastend wirkten nach Angaben der Gesellschaft die Kosten der laufenden Transformation. Der Auftragseingang lag im Halbjahr mit 178 Millionen Euro um 15,2 Prozent unter dem Vorjahr, der Auftragsbestand mit 194 Millionen Euro um 5,8 Prozent darunter.
Uneinheitlich verlief die Entwicklung in den Segmenten. Grid & Energy Management steigerte den Umsatz um 18,4 Prozent auf 72,3 Millionen Euro und blieb mit einem Betriebsergebnis von 1,6 Millionen Euro positiv. Process Industries & Metals litt dagegen unter der schwachen europäischen Konjunktur, der Umsatz sank um 13,6 Prozent auf 30,5 Millionen Euro, das Betriebsergebnis drehte auf minus 2,8 Millionen Euro. Auch die Segmente Discrete Manufacturing und Logistics rutschten infolge der Aufwendungen für die Cloud- und SaaS-Transformation ins Minus, während Logistics den Umsatz um 13,9 Prozent auf 19,4 Millionen Euro steigerte.
Beim Kapital brachte der Eigentümerwechsel frische Mittel: Am 1. Juli 2026 teilte Warburg Pincus mit, dass alle Bedingungen des freiwilligen Übernahmeangebots erfüllt seien. Im Juli führte PSI zudem eine Barkapitalerhöhung durch, die vollständig von der Bietergesellschaft Zest Bidco gezeichnet wurde und dem Konzern rund 29 Millionen Euro einbrachte.
Für das Gesamtjahr 2026 strebt PSI weiterhin ein Wachstum von Auftragseingang und Umsatz um etwa 10 Prozent sowie eine bereinigte EBIT-Marge von rund 4 Prozent an.
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