Inflationsanstieg im Juli: Das Ende der Fahnenstange ist noch nicht erreicht - DZ Bank
Die deutsche Inflationsrate beträgt im Juli 2,8 Prozent und hat damit die Konsenserwartung der Analysten leicht übertroffen. Der Anstieg ist aber keine Überraschung und liegt vor allem an höheren Energie- und Kraftstoffpreisen. Leider ist davon auszugehen, dass diese Entwicklung noch nicht das Ende der Fahnenstange ist. Die Lage im Nahen Osten bleibt weiter angespannt und unübersichtlich. Neben der blockierten Straße von Hormus ist auch die Route über das Rote Meer durch Angriffe der Huthi-Miliz in Gefahr.
Die Inflationswelle, die sich in den vergangenen Monaten aufgebaut hat, ist also ungebrochen. Umso länger die hohen Energiepreise Bestand haben, desto größer werden auch die indirekten inflationären Effekte ausfallen. Das betrifft unter anderem Nahrungsmittelpreise, weil der Transport, die Kühlung und die Lagerung von Lebensmitteln energieintensiv sind.
Die EZB kann gegen die angebotsseitig ausgelöste Inflation zwar derzeit nicht viel tun, die Zinsen muss sie trotzdem erneut anheben. Nur so wird sie die Inflationserwartungen in Schach halten können. Nach der Sommerpause dürfte es um 25 Basispunkte nach oben gehen.
Disclaimer: Der Text ist eine Kolumne der DZ Bank. Der Inhalt der Kolumne wird von 4investors nicht verantwortet und muss daher nicht zwingend mit der Meinung der 4investors-Redaktion übereinstimmen. Jegliche Haftung und Ansprüche werden daher von 4investors ausdrücklich ausgeschlossen!
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