Baader Bank verdient weniger, Depotgeschäft wächst
Die Baader Bank hat im ersten Halbjahr 2026 ein Konzernergebnis vor Steuern von 22,4 Millionen Euro erzielt, nach 49,1 Millionen Euro im Vorjahreszeitraum. Das Ergebnis nach Steuern sank auf 15,3 Millionen Euro, nach 35,0 Millionen Euro, das Ergebnis je Baader Bank Aktie auf 0,31 Euro, nach 0,72 Euro. Die Eigenkapitalrendite nach Steuern ging entsprechend von 36,9 auf 13,1 Prozent zurück. Getragen wurde der Rückgang von sinkenden Erträgen in allen Kategorien: Das Handelsergebnis fiel auf 57,5 Millionen Euro, nach 68,2 Millionen Euro, das Provisionsergebnis auf 53,3 Millionen Euro und das Zinsergebnis auf 18,9 Millionen Euro. In Summe sanken die Gesamterträge um 15 Prozent auf 137,5 Millionen Euro, während die Aufwendungen mit 115,1 Millionen Euro leicht über Vorjahr lagen.
Als Grund für die schwächeren Erträge nennt die m:access-notierte Baader Bank vor allem die geringere Marktvolatilität, die zu weniger Kundentransaktionen führte. Die Handelsumsätze an den deutschen Handelsplätzen lagen dagegen leicht über dem Vorjahr, wodurch die Bank ihre Marktanteile im Market Making über alle Anlageklassen hinweg ausbauen konnte.
Depotgeschäft wächst über B2B2C-Kooperationen
Deutlich zugelegt hat das Konto- und Depotgeschäft, das die Baader Bank über Kooperationen mit anderen Anbietern betreibt. Die Zahl der geführten Depots stieg um 138.000 auf insgesamt 1.266.000, das betreute Kundenvermögen aus Depotvolumen und Einlagen kletterte auf 49,2 Milliarden Euro, nach 33,2 Milliarden Euro zum Jahresende 2025. Als strategischen Schwerpunkt nennt die Bank neue B2B-Partnerschaften sowie das Altersvorsorgedepot, das zum 1. Januar 2027 das deutsche Rentensystem ergänzen soll. Im Kapitalmarktgeschäft begleitete die Baader Bank im ersten Halbjahr vier Börsengänge, darunter als Co-Lead-Manager den 2,8 Milliarden Euro schweren IPO des Prager Rüstungs- und Industriekonzerns Czechoslovak Group.
Solide zeigt sich die Kapitalausstattung. Die Bilanzsumme stieg auf 3,6 Milliarden Euro, nach 3,2 Milliarden Euro, das Eigenkapital auf 248 Millionen Euro. Die vorläufige Gesamtkapitalquote lag zum 30. Juni 2026 bei 21,8 Prozent. Für das zweite Halbjahr will sich die Baader Bank auf ihre mittel- und langfristigen Ziele konzentrieren und verweist dabei auf den Ausbau des außerbörslichen Handels und des Market Making, vor allem am Handelsplatz gettex.
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