Gerresheimer: Aktie wird hochgestuft – Abschlag geht in Ordnung
Gerresheimer trennt sich von Centor. Auch das Kunststoff-Geschäft wird veräußert. Erworben werden die Bereiche von Apax. Der Enterprise Value liegt bei rund 1,5 Milliarden Euro. Der Umsatz der Bereiche lag zuletzt bei 570 Millionen Euro. Die Verkäufe tragen zur Sanierung der Bilanz von Gerresheimer bei. Die Verschuldung soll dadurch sinken, die Finanzstruktur soll optimiert werden.
Allerdings ist Gerresheimer damit noch nicht alle Sorgen los. Der Bereich „moulded glass“ bleibt weiter im Konzern, dies belastet die Margen. Auch hier läuft die Suche nach einem Käufer.
Arbeiten muss Gerresheimer daran, das Vertrauen der Investoren wieder zu gewinnen. Die jüngste Gewinnwarnung hat dazu nicht beigetragen. Auch läuft noch immer die Untersuchung der BaFin. Hier rechnet Gerresheimer aber nicht mit negativen Überraschungen.
Die Analysten der DZ Bank sprechen eine Halteempfehlung für die Aktien von Gerresheimer aus. Bisher gab es für den Titel eine Verkaufsempfehlung. Das Kursziel wird von 16,00 Euro auf 30,00 Euro angehoben.
In den Gewinnschätzungen der Analysten sind die jüngsten Entwicklungen noch nicht berücksichtigt. Bei der Bewertung zeigt sich ein Abschlag von 45 Prozent auf die Peer Group. Da es weiter eine Reihe von Unsicherheiten gibt, geht dies für die Analysten in Ordnung.
Die Aktien von Gerresheimer gewinnen 7,2 Prozent auf 28,44 Euro. In den vergangenen zwölf Monaten hat die Aktie 42 Prozent verloren.
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