H&R verdient im zweiten Quartal deutlich mehr
Die H&R GmbH & Co. KGaA hat im ersten Halbjahr 2026 ihr operatives Ergebnis kräftig verbessert. Das EBITDA stieg auf 84,4 Millionen Euro, nach 40,1 Millionen Euro im Vorjahreszeitraum. Getragen wurde die Entwicklung vom zweiten Quartal, in dem H&R ein EBITDA von 62,5 Millionen Euro erzielte, nach 17,8 Millionen Euro im Vorjahresquartal. Auch die weiteren Ergebnisebenen zogen an: Das EBIT lag im Halbjahr bei 59,4 Millionen Euro, nach 10,9 Millionen Euro, das Ergebnis vor Steuern bei 53,5 Millionen Euro, nach 4,9 Millionen Euro. Das den Aktionären zurechenbare Konzernergebnis kletterte auf 41,6 Millionen Euro, nach 0,3 Millionen Euro zuvor, das Ergebnis je H&R Aktie auf 1,12 Euro. Der Umsatz stieg auf 700,4 Millionen Euro, nach 653,1 Millionen Euro, wobei H&R die höheren Erlöse auf gestiegene Einsatzstoffpreise infolge der Lage am Persischen Golf zurückführt.
Den größten Beitrag lieferte das Segment ChemPharm Refining. Dessen EBITDA verbesserte sich im Halbjahr auf 62,1 Millionen Euro, nach 26,9 Millionen Euro, bei einem Umsatz von 445,9 Millionen Euro. Auch das Segment ChemPharm Sales legte zu und steigerte das EBITDA auf 25,7 Millionen Euro, nach 17,8 Millionen Euro. Das Segment Kunststoffe blieb dagegen mit einem EBITDA von minus 1,7 Millionen Euro nahezu unverändert im negativen Bereich, nach minus 1,9 Millionen Euro, bei rückläufigem Umsatz.
Belastet zeigte sich der Mittelzufluss. Der operative Cashflow sank im zweiten Quartal 2026 auf minus 22,5 Millionen Euro, nach plus 32,7 Millionen Euro im Vorjahresquartal, was H&R auf die infolge des Kriegs zwischen den USA und dem Iran gestiegenen Einsatzstoffkosten und einen höheren Bedarf an Betriebskapital zurückführt. Über das Halbjahr lag der operative Cashflow bei 2,4 Millionen Euro, der Free Cashflow bei minus 19,5 Millionen Euro. Die Eigenkapitalquote blieb mit 45,6 Prozent nahezu stabil, das Eigenkapital stieg auf 471,4 Millionen Euro.
Für das Gesamtjahr zeichnet sich eine mögliche Anhebung der Prognose ab. H&R erreichte mit dem Halbjahres-EBITDA bereits den unteren Rand der ursprünglichen Jahreserwartung von 85,0 bis 100,0 Millionen Euro und geht nun davon aus, auch deren obere Grenze zu übertreffen. Die Prognose will das Unternehmen entsprechend noch präzisieren. Entscheidend ist dabei nach Angaben von H&R, ob die vor allem kriegsbedingte Sondersituation anhält oder sich Faktoren wie Nachfrage, Preise und Verfügbarkeit von Einsatzstoffen grundlegend anders entwickeln. Die endgültigen Zahlen will H&R am 14. August 2026 mit dem Halbjahresbericht vorlegen.
4investors.de als bevorzugte Quelle bei Google festlegen
Damit sehen Sie unsere Börsen- und Aktiennews häufiger in Ihren Google-Suchergebnissen.

