Nordex verdreifacht den Quartalsgewinn und knackt die zweistellige Marge
Die Nordex Group hat im zweiten Quartal 2026 ihren Jahresüberschuss auf 111,5 Millionen Euro gesteigert, nach 31 Millionen Euro im Vorjahresquartal. Das EBITDA stieg auf 223,8 Millionen Euro, nach 108,2 Millionen Euro, womit die EBITDA-Marge von 5,8 auf 10,3 Prozent stieg und damit zweistellig ausfiel. Der Umsatz legte um 16,3 Prozent auf rund 2,2 Milliarden Euro zu. Der freie Cashflow des Hamburger Windenergie-Konzerns blieb mit 164,6 Millionen Euro positiv, nach 145,1 Millionen Euro, getragen vom operativen Geschäft.
Deutlich aufwärts ging es auch beim Auftragseingang. Im Segment Projekte verbuchte Nordex Bestellungen über 3.054 Megawatt, ein Plus von 32,2 Prozent gegenüber dem Vorjahresquartal, der Auftragswert stieg auf 3,0 Milliarden Euro. Die Aufträge kamen aus zehn Ländern, der durchschnittliche Verkaufspreis blieb mit 0,97 Millionen Euro je Megawatt stabil. Der gesamte Auftragsbestand erhöhte sich zum Ende Juni auf 18,4 Milliarden Euro, nach 14,3 Milliarden Euro ein Jahr zuvor, davon 11,6 Milliarden Euro im Projektgeschäft und 6,8 Milliarden Euro im Service.
„Die Ergebnisse zeigen die Fortschritte, die wir bei der Umsetzung unserer Projekte und der Verbesserung unserer Profitabilität erzielt haben. Vor dem Hintergrund unseres Auftragsbestands von insgesamt 18,4 Mrd. Euro bestätigen wir unsere Prognose für das Gesamtjahr 2026. Für die zweite Jahreshälfte konzentrieren wir uns weiterhin auf die konsequente Umsetzung unseres Geschäfts und die Fortschritte auf dem Weg zu unserem mittelfristigen Margenziel”, sagt José Luis Blanco, Vorstandsvorsitzender der Nordex Group.
Nordex mit geringerer Installationsleistung
Bei Produktion und Installation fiel das Bild uneinheitlich aus. Nordex fertigte Anlagen mit einer Gesamtleistung von 1.953 Megawatt, ein Zuwachs von 23,1 Prozent. Installiert wurden dagegen 211 Anlagen mit zusammen 1.168 Megawatt, nach 337 Anlagen mit 1.959 Megawatt im Vorjahresquartal. Die geringere Installationsleistung führt Nordex vor allem auf den regionalen Mix, rotorblattbedingte Verschiebungen in der Türkei und die Projektterminierung zurück. Auf das Projektgeschäft entfielen beim Umsatz knapp 2 Milliarden Euro, auf den Service 223 Millionen Euro.
Finanziell sieht sich Nordex weiter solide: Die liquiden Mittel lagen nach Angaben des Unternehmens vom Mittwoch zum Stichtag bei 1,96 Milliarden Euro, woraus sich eine Netto-Cash-Position von 1,673 Milliarden Euro ergab. Die Eigenkapitalquote verbesserte sich auf 20,6 Prozent, nach 19,0 Prozent zum Jahresende 2025.
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