Nemetschek erweitert Ausblick 2026 um den HCSS-Effekt
Die Nemetschek SE hat ihre Prognose für das Geschäftsjahr 2026 um die Effekte aus der Übernahme von HCSS ergänzt. Beim operativen Geschäft, also ohne Akquisitionseffekte, bekräftigt der Vorstand des Münchener Software-Konzerns die bisherige Erwartung: Nemetschek rechnet weiterhin mit einem währungsbereinigten organischen Umsatzwachstum von 14 bis 15 Prozent und einer EBITDA-Marge zwischen 32 und 33 Prozent. Ohne die akquisitionsbedingten Einmalaufwendungen hätte die Marge nach Angaben des Unternehmens am oberen Ende dieser Spanne gelegen.
Durch die erstmalige Konsolidierung von HCSS zum 1. Juli 2026 erwartet Nemetschek für 2026 einen zusätzlichen Umsatzbeitrag von rund 600 Basispunkten. Zugleich dürfte die Übernahme die EBITDA-Marge ausgehend vom Mittelwert der Spanne um etwa 150 Basispunkte verwässern. Als Gründe nennt Nemetschek vor allem Effekte aus der Kaufpreisallokation, laufende Integrationskosten sowie ein neues aktienbasiertes Vergütungsprogramm im Segment Build. Nach vorläufiger Schätzung mindert die Kaufpreisallokation den HCSS-Umsatz im zweiten Halbjahr um einen Betrag im mittleren bis hohen Zwanzig-Millionen-Euro-Bereich, mit entsprechendem Effekt auf das EBITDA.
Den vollen Beitrag der Übernahme bildet diese Prognose nach Darstellung von Nemetschek noch nicht ab. Die Angaben stehen zudem unter dem Vorbehalt des Abschlusses der Kaufpreisallokation, der im Laufe des Jahres erwartet wird. Ausführlich über den Geschäftsverlauf im ersten Halbjahr will Nemetschek am 30. Juli 2026 mit dem Halbjahresbericht berichten.
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