Nahost-Konflikt: Blockade logistischer Lebensadern treibt Ölmarkt an kritischen Punkt - DZ BANK
Der Nahost-Konflikt droht in einen regionalen Flächenbrand auszuarten. Schon seit mehreren Wochen haben die Spannungen zwischen den USA und dem Iran den Schiffsverkehr durch die Straße von Hormus lahmgelegt. Nun weitet sich die Krise durch Angriffe von Huthi-Rebellen auf saudische Tanker auf das Rote Meer aus. Der Brent-Ölpreis reagierte prompt und liegt nun bei knapp 100 US-Dollar pro Barrel. Allein in den letzten drei Wochen gab es einen Preissprung von 37 Prozent. 4investors.de als bevorzugte Quelle bei Google festlegen Damit sehen Sie unsere Börsen- und Aktiennews häufiger in Ihren Google-Suchergebnissen.
Durch die aktuelle Entwicklung gerät auch der wichtigste logistische Ausweichweg in Gefahr: Bislang konnte Saudi-Arabien einen Großteil seiner Exporte über Pipelines zum Roten Meer umleiten. Sollte neben Hormus nun auch die Meerenge Bab al-Mandab dauerhaft blockiert werden, müssten Tanker den Umweg Südafrika nehmen. Das würde die Transportzeiten massiv verlängern. In diesem Szenario ist ein Brent-Preis von über 120 US-Dollar pro Barrel realistisch.
Da die weltweiten Ölbestände seit Konfliktbeginn stark zurückgegangen sind und die OECD-Vorräte trotz geringerer Importe Chinas weiter sinken, reagiert der Markt empfindlich auf neue Schocks. Der globale Ölmarkt steht damit vor einem gefährlichen Wendepunkt. Dieser hat das Potenzial, die weltweite Konjunktur über einen massiven Energiepreisschock empfindlich zu drosseln.
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