Jungheinrich: Große Sorgen erscheinen unbegründet
Die BaFin schaut sich die Zahlen von Jungheinrich zum ersten Halbjahr 2025 genauer an. Die Behörde startet eine entsprechende Voruntersuchung. Möglicherweise hat Jungheinrich gegen Rechnungslegungsvorschriften verstoßen.
Es geht dabei um die Bewertung verschiedener Vermögenswerte, die im Zusammenhang mit dem anvisierten Verkauf des Geschäfts in Russland standen. Hier ist es eventuell zu Fehlern gekommen. Da die BaFin die Untersuchung publik gemacht hat, wird sie auch das Ergebnis veröffentlichen. Von Jungheinrich hört man, dass die Gesellschaft mit der BaFin in Kontakt steht und die Untersuchung unterstützt.
Bei der Angelegenheit geht es vor allem darum, wann gewisse Sachen hätten verbucht werden müssen. Im Juni hat man über den laufenden Verkaufsprozess berichtet, im Juli wurde die entsprechende Vereinbarung unterschrieben, es kam zu Abschreibungen. Jetzt schaut die BaFin, ob diese schon im Juni hätten erfolgen müssen.
Die Analysten von mwb research wollen die Angelegenheit nicht überinterpretieren. Letztlich bleiben die Zahlen für 2025 unverändert. Einen Einfluss auf die Daten im laufenden Jahr hat dies alles nicht. Die zwischenzeitliche Kursreaktion bei Jungheinrich ist für die Analysten unverhältnismäßig. Im Tagesverlauf sackte die Aktie bis auf 23,40 Euro ab, das 52-Wochen-Tief steht bei 21,72 Euro. Am Mittag hat sich das Papier aber wieder klar erholt.
Wie bisher gibt es von den Analysten eine Kaufempfehlung für die Papiere von Jungheinrich. Das Kursziel sehen die Experten weiter bei 41,00 Euro. Nach dem Bekanntwerden der Untersuchungsergebnisse durch die BaFin wollen die Analysten ihr Modell ggfs. überarbeiten.
Aktuell notieren die Aktien klar unter ihrer historischen Bewertung. Gegenüber den Mitbewerbern gibt es einen klaren Abschlag.
Die Analysten rechnen 2026 mit einem Gewinn je Jungheinrich-Aktie von 2,39 Euro, der 2027 auf 2,99 Euro ansteigen soll.
Die Aktien von Jungheinrich verlieren auf Xetra nur noch 0,1 Prozent auf 27,74 Euro. In den vergangenen zwölf Monaten hat die Aktie fast 26 Prozent nachgegeben.
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