Salzgitter: Konsens vor Veränderung
Im ersten Halbjahr kommt Salzgitter auf einen Außenumsatz von 4,6 Milliarden Euro und ein EBITDA VX von 459 Millionen Euro. Das Vorsteuerergebnis VX liegt bei 258 Millionen Euro. VX ist eine Spezialkennzahl von Salzgitter, die Werte sind um die Bewertungseffekte der Aurubis-Umtauschanleihe bereinigt.
Mit den Zahlen erhöht Salzgitter die Prognose für das Gesamtjahr. Demnach wird ein Umsatz von rund 10 Milliarden Euro erwartet. Das EBITDA VX liegt bei 725 Millionen Euro bis 825 Millionen Euro (alt: 625 Millionen Euro bis 725 Millionen Euro), der Vorsteuergewinn VX wird bei 325 Millionen Euro bis 425 Millionen Euro (alt: 200 Millionen Euro bis 300 Millionen Euro) gesehen. Die neue Prognose ist teils auf die HKM-Konsolidierung zurückzuführen. Aus dieser Vollkonsolidierung der Hüttenwerke Krupp Mannesmann soll es 2026 beim EBITDA und beim Vorsteuergewinn einen positiven Beitrag im mittleren zweistelligen Millionenbereich geben.
Der Markt rechnet bisher mit einem EBITDA von 703 Millionen Euro. Hier dürfte es eine Anpassung geben.
Die Analysten der DZ Bank bestätigen die Halteempfehlung für die Aktien von Salzgitter. Das Kursziel steht bei 62,00 Euro. Bisher lag es bei 60,00 Euro.
Durch die neue Prognose wird klar, dass sich die Situation bei Salzgitter operativ verbessert hat. Für 2026 rechnen die Experten nun mit einem Gewinn je Aktie von 4,32 Euro (alt: 3,42 Euro). Die Erwartung für 2027 legt von 5,36 Euro auf 5,94 Euro zu.
Das KGV 2027e kommt auf 9,3. Zum Vergleich: Klöckner hat ein KGVe von 17,7, bei ArcelorMittal sind es 9,7.
Die Aktien von Salzgitter legen 4,2 Prozent auf 57,65 Euro zu. In den vergangenen zwölf Monaten schafft die Aktie ein Plus von 146 Prozent.
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