Friedrich Vorwerk baut Wasserstoffleitung zwischen Emden und Leer
Die Friedrich Vorwerk Group SE ist Teil einer Arbeitsgemeinschaft, die den Neubau der Wasserstoffleitung „H2Coastlink 1” zwischen Emden und Leer übernimmt. Vergeben wurde der Auftrag von der EWE NETZ GmbH, die als Generalübernehmer für den Fernleitungsnetzbetreiber GTG Nord GmbH auftritt. Den Auftragswert beziffert Friedrich Vorwerk auf einen zweistelligen Millionenbetrag. Erste vorbereitende Arbeiten sollen bereits im Sommer 2026 anlaufen, die fertige Leitung will die Arbeitsgemeinschaft im Herbst 2027 an den Betreiber übergeben. 4investors.de als bevorzugte Quelle bei Google festlegen Damit sehen Sie unsere Börsen- und Aktiennews häufiger in Ihren Google-Suchergebnissen.
Herzstück des Vorhabens ist eine etwa 24 Kilometer lange Hochdruckleitung der Dimension DN 400. Dazu kommen die Verbindung vom künftigen Elektrolyseur zur Einspeiseanlage in Emden sowie die Anschlüsse an das überregionale Netz in Leer. Technisch anspruchsvoll wird die Trassenführung: Rund 90 Kreuzungen stehen an, wobei Friedrich Vorwerk Naturräume, Gewässer und Verkehrswege ohne offene Gräben mittels Horizontalspülbohrungen unterqueren will.
Eingebettet ist die Leitung in den Ausbau der norddeutschen Wasserstoffinfrastruktur. Sie soll die in Emden-Borssum entstehende Erzeugungsanlage der EWE Hydrogen GmbH mit einer Leistung von 320 Megawatt an die Infrastruktur in Leer-Nord anbinden, wo der Anschluss an den Backbone „HyPerLink" der Gasunie Deutschland und an eine Gastransportleitung der GTG Nord erfolgt. Gefördert wird das Vorhaben über das IPCEI-Wasserstoffprogramm des Bundes und durch das Land Niedersachsen. Zugleich gehört die Leitung zum deutschen Wasserstoff-Kernnetz.
Auftragsseitig sieht sich Friedrich Vorwerk in diesem Umfeld gut positioniert. Das geplante Kernnetz umfasst insgesamt rund 9.000 Kilometer, hinzu kommt die Anbindung zahlreicher neuer Wasserstoff- und Kraftwerksstandorte an das bestehende Netz. Entsprechend viele Neu- und Umbauprojekte der Netzbetreiber stehen nach Darstellung von Friedrich Vorwerk vor der Umsetzung. Das Unternehmen rechnet deshalb mit einer weiter steigenden Nachfrage nach seinen Leistungen im Pipeline- und Rohrleitungsbau.

