RWE Aktie: Amprion-Deal und Zahlen treiben die Kursziele hoch
Vor den Quartalszahlen Mitte August herrscht bei den Aktienanalysten zum Energiekonzerns RWE durchweg gute Laune. Vier Häuser bestätigen ihre positiven Einschätzungen, teils Kaufempfehlungen, drei davon heben ihre Kursziele an. Die Spanne reicht von 65 bis 68 Euro bei aktuiellen RWE-Kursen im 56er-Bereich. Im Mittelpunkt stehen die geplante Mehrheitsübernahme am Übertragungsnetzbetreiber Amprion, die dem Konzern stabilere regulierte Erträge verspricht, sowie ein erwartet kräftiger Ergebnissprung. 4investors.de als bevorzugte Quelle bei Google festlegen Damit sehen Sie unsere Börsen- und Aktiennews häufiger in Ihren Google-Suchergebnissen.
Jefferies erhöht das Kursziel für die RWE Aktie von 63 auf 68 Euro an und bestätigt zugleich in einer aktuellen Studie die Kaufempfehlung für den DAX-Titel. Zur Zahlenvorlage am 13. August dürfte das Unternehmen weitere Fortschritte vorweisen, so Jefferies, die beim operativen Ergebnis von RWE mit einem Zuwachs von 31 Prozent rechnet. Für das erste Halbjahr veranschlagen die Analysten einen Überschuss von knapp einer Milliarde Euro, was bereits 47 Prozent ihres für das Gesamtjahr erwarteten Werts entspreche und die Anleger beruhigen dürfte. Das höhere Kursziel führen sie in erster Linie auf ihre neu berechnete Bewertung von Amprion zurück, wo der Konzern die Mehrheit anstrebt.
UBS zieht das Kursziel für den Versorger von 65 auf 66 Euro hoch und hält ebenfalls an der Kaufempfehlung fest. Neben Orsted und Grenergy gehöre RWE für die Schweizer weiterhin zu den bevorzugten Werten der Branche. Den Einstieg als Mehrheitseigner bei Amprion werten die Analysten als Pluspunkt, da er dem Konzern erlaube, seine Wachstums- und Ergebnisquellen über die Jahre neu zu gewichten. Ihre Prognosen für den Zeitraum bis 2031 setzten sie herauf.
RBC hebt das Kursziel für den Anteilschein des Essener Unternehmens von 62,50 auf 65,00 Euro an und belässt die Empfehlung für den DAX-Titel bei „Outperform”. Mit der Mehrheit an Amprion steige der Anteil regulierter und damit gut planbarer Gewinne im Konzern, so das Haus. Insgesamt sehen die Analysten reichlich Gelegenheiten für den Versorger, unter anderem bei Gaskraftwerk-Ausschreibungen.
JPMorgan belässt es vor den Zahlen zum zweiten Quartal beim „Overweight” und einem Kursziel von 65 Euro. Sowohl beim bereinigten operativen Ergebnis als auch beim bereinigten Nettoergebnis dürfte der Energiekonzern im Jahresvergleich zweistellig zugelegt haben, so die Erwartung. Die RWE Aktie zähle weiterhin zu den favorisierten Werten des Hauses.

