Kontron rät Aktionären: Ennoconn-Angebot nicht annehmen
Vorstand und Aufsichtsrat der Kontron AG raten den Aktionären davon ab, das Pflichtangebot der Ennoconn Corporation anzunehmen. In ihrer gemeinsamen begründeten Stellungnahme nach dem Wertpapiererwerbs- und Übernahmegesetz vom Mittwoch bezeichnen sie den gebotenen Preis von 23,50 Euro je Kontron Aktie als finanziell nicht angemessen. Er spiegele weder den Wert noch die strategischen Perspektiven des Unternehmens angemessen wider, so das österreichische Unternehmen am frühen Abend. 4investors.de als bevorzugte Quelle bei Google festlegen Damit sehen Sie unsere Börsen- und Aktiennews häufiger in Ihren Google-Suchergebnissen.
Zur Begründung führen die Gremien mehrere Punkte an. Der Angebotspreis entspreche lediglich dem gesetzlichen Mindestpreis, der sich aus einem Vorerwerb zu 23,50 Euro ergebe. Er liege zudem 0,26 Euro unter dem Durchschnittskurs der Kontron Aktie der vergangenen zwölf Monate und enthalte damit keine Prämie. Deutlich verfehle er auch die Analystenkursziele, die im Schnitt bei rund 30,29 Euro lägen. Eine von Ernst & Young erstellte Fairness Opinion kommt ebenfalls zu dem Schluss, dass der Preis unter einer angemessenen Bandbreite liegt.
Gleichwohl weisen Vorstand und Aufsichtsrat darauf hin, dass einzelne Aspekte für eine Annahme sprechen können, etwa ein sinkender Streubesitz oder individuelle steuerliche Erwägungen. Die endgültige Entscheidung müsse jeder Kontron-Aktionär selbst treffen. Die Annahmefrist läuft noch bis zum 27. Juli 2026. Der Vollzug des Angebots steht zudem unter dem Vorbehalt diverser Angebotsbedingungen, insbesondere fusionskontrollrechtliche Freigaben durch die zuständigen Behörden.

Hinweis auf Interessenskonflikt(e): Der / die Autor(in) oder andere Personen aus der 4investors-Redaktion halten unmittelbar Positionen in Finanzinstrumenten / Derivate auf Finanzinstrumente von Unternehmen, die in diesem Beitrag thematisiert werden und deren Kurse durch die Berichterstattung beeinflusst werden könnten: Kontron.
