Rheinmetall Aktie stürzt ab: Experten uneins über Kursziele
Vor der Quartalsbilanz nehmen drei Analystenhäuser den Rüstungskonzern Rheinmetall unter die Lupe und bleiben durchweg bei ihren positiven Einstufungen für den Anteilschein des Düsseldorfer Unternehmens. Bei den Kurszielen für die Rheinmetall Aktie aber gehen sie auseinander, die Spanne reicht von 1600 bis 1900 Euro. Im Hintergrund stehen der gestrichene Fregattenauftrag, die Aufarbeitung früherer Lieferprobleme und die Frage, wie sich der Konzern im Vergleich zur übrigen europäischen Rüstungsbranche schlägt. 4investors.de als bevorzugte Quelle bei Google festlegen Damit sehen Sie unsere Börsen- und Aktiennews häufiger in Ihren Google-Suchergebnissen.
Bernstein Research belässt es für den DAX-Konzern beim „Outperform” und dem höchsten der drei Kursziele für die Rheinmetall Aktie von 1900 Euro. Nach einer ausgedehnten Phase, in der die Kurse quer durch die Branche gestiegen seien, drifteten die europäischen Rüstungswerte inzwischen immer deutlicher auseinander, so das Haus in seiner Branchenstudie. Für das zweite Quartal favorisieren die Analysten einerseits Konzerne mit hausgemachtem Chancen wie Leonardo und Thales, andererseits überdurchschnittlich wachsende Werte, zu denen sie auch Rheinmetall zählen.
Berenberg senkt das Kursziel für die Rheinmetall Aktie vor den Zahlen von 1750 auf 1600 Euro, hält aber an der Kaufempfehlung fest. Die Bilanz zum zweiten Quartal dürfte zeigen, dass der Konzern bei der Aufarbeitung der Engpässe bei Munition und Lastwagen aus den vorangegangenen Quartalen vorankomme, so das Analystenhaus. Wegen des von der Bundesregierung gestoppten Fregattenprojekts haben die Analysten ihre Gewinnschätzungen je Aktie für die Jahre 2026 bis 2028 allerdings leicht nach unten korrigiert.
UBS bestätigt für die Düsseldorfer ebenfalls die Kaufempfehlung und ein Kursziel von 1600 Euro. Die europäische Investitionsgüterbranche hat nach Ansicht der Aktienanalysten ein ordentliches Jahresviertel absolviert, so das Analystenhaus in seinem Ausblick auf die Berichtssaison. Die Jahresprognosen sollten daher zumindest Bestand haben.
Die Rheinmetall Aktie steht am Mittwoch nach den neuen Feindseligkeiten zwischen dem Iran und den USA sowie einsetzenden Gewinnmitnahmen nach der jüngsten Kurserholung mit einem aktuellen Minus von mehr als 3,5 Prozent wieder stark unter Druck - allerdings in einem schwachen Gesamtmarkt mit einem aktuellen DAX-Minus von knapp 2,5 Prozent. An der zentralen charttechnischen Hürde bei 1.134/1.155 Euro war der Aktienkurs von Rheinmetall gestern nach unten abgeprallt.

