Nordex Aktie vor Zahlen: Zwei von drei Analysten sind zuversichtlich
Vor den Quartalszahlen am 29. Juli gehen die Einschätzungen zum Windturbinenhersteller Nordex weit auseinander. Drei Häuser heben zwar ihre Kursziele an, doch bei der Einstufung reicht die Spanne von zwei Kaufempfehlungen bis zu einem klaren Verkaufsvotum. Im Mittelpunkt stehen ein erwartet starkes Quartal, eine Belebung beim Auftragseingang und die Frage, ob der Konzern seine Jahresziele anhebt. 4investors.de als bevorzugte Quelle bei Google festlegen Damit sehen Sie unsere Börsen- und Aktiennews häufiger in Ihren Google-Suchergebnissen.
Die Analysten der Deutschen Bank heben ihre Zielmarke für den Windenergie-Titel von 59 auf 61 Euro an und bestätigen die Kaufempfehlung für die Nordex Aktie. Die Zahlen des Hamburger Konzerns dürften überraschend erfreulich ausfallen beim Auftragseingang für neue Projekte, so ihre Erwartung. Auch beim Umsatz und beim bereinigten operativen Ergebnis sehen sie sich oberhalb der Konsensprognose. Die Zahlen könnten dem Windenergie-Anlagenbauer Raum für höhere Jahresziele verschaffen, angesichts der gewichtigen zweiten Jahreshälfte aber wohl erst mit den Zahlen zum dritten Quartal, ähnlich wie 2025 geschehen.
Jefferies zieht das Kursziel für den Windkraftkonzern von 57 auf 58 Euro hoch und hält ebenfalls an der Kaufempfehlung fest. Das Haus geht davon aus, dass der Konzern erneut überzeugende Vierteljahresdaten vorlegt. Weil mehr Anlagen ausgeliefert würden, dürfte die Marge über dem Vorquartal liegen, und nach dem mageren Jahresauftakt sollten die Bestellungen merklich anziehen. Als Wackelkandidat gelte weiterhin der Ausbau der deutschen Stromnetze. Die rege Zahl an Ausschreibungen und der Schwung im US-Markt geben den Analysten jedoch Rückhalt für ihre mittelfristige Wachstumserwartung.
RBC erhöht das Kursziel für die Nordex Aktie zwar von 35 auf 38 Euro, die Einstufung für den TecDAX-Titel lautet aber unverändert „Underperform”. Getragen von der Beruhigung im Nahen Osten dürfte sich die zaghaft begonnene Erholung der europäischen Industrie nach Einschätzung des Hauses fortsetzen. So sollten die Ergebnisse im Zeitraum Juli bis Jahresende klar über denen des ersten Halbjahrs liegen, wofür die Analysten aber vor allem einzelne Firmenengagements in Zukunftsfeldern wie Rechenzentren, Energie und der Rückverlagerung von Produktion verantwortlich machen. Angesichts sportlicher Bewertungen bleiben sie bei der Titelwahl streng und geben Werten mit gut planbaren Aussichten den Vorzug. Nordex wird von ihnen nicht in dieser Gruppe geführt.

