Wiener Börse: ATX auf Rekordniveau, AT&S haussiert
Die Wiener Börse hat das erste Halbjahr 2026 mit Rekordwerten abgeschlossen. Die Aktienumsätze summierten sich bis zum 30. Juni auf 53,39 Milliarden Euro – der stärkste Halbjahreswert seit 2008 und deutlich mehr als die 36,94 Milliarden Euro im Vorjahreszeitraum. Der Leitindex ATX inklusive Dividenden erreichte am 22. Juni mit 16.547,21 Punkten ein Allzeithoch und legte seit Jahresbeginn um 24,86 Prozent zu. Meistgehandelte Aktien waren die Erste Group Bank, die Bawag Group und OMV. Die beste Kursentwicklung verzeichnete die Aktie von AT&S mit mehr als 555 Prozent Kursgewinn, die damit kräftig vom Hype im KI-Umfeld profitieren konnte. 4investors.de als bevorzugte Quelle bei Google festlegen Damit sehen Sie unsere Börsen- und Aktiennews häufiger in Ihren Google-Suchergebnissen.
„Österreichische Aktien stehen international für solide Geschäftsmodelle, attraktive Dividenden und eine starke Verankerung in der Wachstumsregion Zentral- und Osteuropa. Die neuen Höchststände des österreichischen Aktienmarktes zeigen, dass diese Investmentstory auch in einem volatilen Umfeld trägt. Eine ähnliche Dynamik braucht es nun bei Anreizen für die private Vorsorge. Österreich gerät hier im Vergleich mit anderen europäischen Ländern zunehmend ins Hintertreffen”, sagt Christoph Boschan, CEO der Wiener Börse AG.
Getragen wurde das Halbjahr auch von neuen Börsenzugängen: Mit der Emerald Horizon AG, der FIT GROUP AG und der K2G Holding AG kamen drei Primärlistings hinzu. Zusätzlich wurden zahlreiche internationale Aktien in den global market aufgenommen, darunter aktuelle Börsengänge wie SpaceX und Innio. Insgesamt bezog die Börse bislang 133 internationale Wertpapiere in den Handel ein, die zu Inlandsgebühren handelbar sind; das ETF-Angebot wuchs um weitere 49 Indexfonds.
Kräftig entwickelte sich zudem das Anleihensegment: Bis Ende Juni verzeichnete die Wiener Börse 21.425 Primärlistings und damit 76 Prozent mehr als im Vorjahr. Als Wachstumstreiber nennt die Börse die Nachfrage aus dem eurasischen Raum, eine höhere Sichtbarkeit in China sowie neue Beziehungen in Afrika. Zu den nationalen Emissionen zählten ein Sustainability Bond der Oesterreichischen Kontrollbank über 1 Milliarde Euro sowie neue Bundesanleihen der Republik Österreich.
