Rheinmetall: Fregatten-Desaster kostet allein 2026 bis zu 300 Millionen Euro Umsatz
Rheinmetall prüft die Folgen der Absage des Fregattenprogramms F126 durch das Bundesverteidigungsministerium. Sollten sich keine kurzfristigen Maßnahmen zur Kompensation finden, könnten sich die Umsatzeinbußen im laufenden Jahr auf bis zu 300 Millionen Euro belaufen. Ob das Programm weitere Auswirkungen auf die Gesamtjahresprognose hat, bewertet der Konzern derzeit noch. Ein detaillierteres Update will Rheinmetall mit den Quartalszahlen am 6. August 2026 vorlegen. 4investors.de als bevorzugte Quelle bei Google festlegen Damit sehen Sie unsere Börsen- und Aktiennews häufiger in Ihren Google-Suchergebnissen.
Deutlicher fällt der Effekt beim Auftragseingang aus: Das für 2026 angepeilte Ziel von 20 Milliarden Euro bei der sogenannten Nomination wird durch den Wegfall der F126 nicht mehr erreichbar sein, so Rheinmetall am Donnerstag. Im zweiten Quartal dürfte das Volumen ein niedriges zweistelliges Milliardenniveau erreichen – trotz Konzernangaben zufolge starker Auftragsdynamik in den übrigen Segmenten, darunter ein erster Auftrag für Loitering-Munition im April und ein rumänisches Auftragspaket aus dem SAFE-Programm Ende Mai.
Das operative Geschäft entwickelt sich davon unabhängig kräftig: Für das zweite Quartal bestätigt Rheinmetall ein erwartetes Umsatzwachstum von über 60 Prozent. Der geplante Beitrag der F126 zur mittelfristigen Prognose für 2030 lag bei unter 3 Prozent; diesen Effekt will der Konzern durch künftige Auftragsabschlüsse ausgleichen.

