SFC Energy übernimmt Kerntechnologie der insolventen Siqens
Die SFC Energy AG erweitert ihr Technologie-Portfolio durch den Erwerb wesentlicher Vermögenswerte der Siqens GmbH. Der Kauf erfolgt im Rahmen des am 1. Juli 2026 eröffneten Insolvenzverfahrens von Siqens, der Kaufpreis liegt Unternehmensangaben vom Donnerstag zufolge im hohen sechsstelligen Euro-Bereich. Im Mittelpunkt steht die patentierte Methanol-Reformer-Brennstoffzellentechnologie, mit der SFC nach eigenen Angaben die Lücke zwischen seinen Direkt-Methanol-Brennstoffzellen unterhalb von 1 Kilowatt und Wasserstoffsystemen oberhalb von 5 Kilowatt schließt. 4investors.de als bevorzugte Quelle bei Google festlegen Damit sehen Sie unsere Börsen- und Aktiennews häufiger in Ihren Google-Suchergebnissen.
„Die Reformer-Technologie ergänzt unser bestehendes Angebot zielgenau und ermöglicht es uns, unseren Kunden künftig effiziente und zuverlässige Energielösungen für netzferne Anwendungen mit höherer Leistung unter Nutzung eines flüssigen Treibstoffs anzubieten. Die Transaktion ist ein weiterer Schritt bei der Umsetzung unserer Wachstumsstrategie”, so Peter Podesser, CEO der SFC Energy AG.
Die Technologie ermögliche Anwendungen mit höherem Energiebedarf auf Methanolbasis im Bereich zwischen 1 und 5 Kilowatt, heißt es. SFC Energy verspricht sich davon Zugang zu zusätzlichen Kunden in Zielmärkten wie Verteidigung, öffentliche Sicherheit, kritische Infrastruktur, Telekommunikation und der Öl- und Gasindustrie. Vorteile sieht das Unternehmen vor allem dort, wo gasförmiger Wasserstoff aus logistischen oder regulatorischen Gründen kaum einsetzbar ist – der flüssige Energieträger Methanol vereinfacht Transport und Lagerung.
Übernommen werden neben dem Technologie- und Patentportfolio auch Markenrechte, Kundenbeziehungen und ausgewählte Mitarbeitende. Den Entwicklungsstandort in München will SFC Energy zunächst fortführen. Aus der Integration erwartet das Unternehmen Synergien in Einkauf, Fertigung und Produktentwicklung. Ebenfalls erworbene Technologien zur elektrochemischen Wasserstoffseparierung ergänzen das Portfolio, stehen aber zunächst nicht im Fokus der Integration.

