Hensoldt prüft Folgen des gestoppten Fregattenprogramms F126
Das Bundesverteidigungsministerium hat entschieden, das Fregattenprogramm F126 nicht weiterzuverfolgen und stattdessen – vorbehaltlich der Zustimmung des Haushaltsausschusses – Fregatten des Typs MEKO A-200 zu beschaffen. Hensoldt, das für die F126 das Marineüberwachungsradar TRS-4D liefert, prüft nun die Auswirkungen auf den eigenen Lieferumfang und die vertragliche Abwicklung.
„Wir prüfen die Auswirkungen der Entscheidung des Bundesministeriums der Verteidigung sorgfältig und stimmen die nächsten Schritte eng mit unserem Vertragspartner ab. Unser technologischer Beitrag im Projekt F126 ist leistungsfähig und basiert auf einer etablierten Produktfamilie”, so Hensoldt-CEO Oliver Dörre am Dienstag.
Hensoldt verweist darauf, dass das TRS-4D kein ausschließlich für die F126 entwickeltes Produkt ist, sondern auf einer etablierten Radarfamilie basiert. Systeme dieser Reihe sind bereits auf Schiffen der Deutschen Marine im Einsatz, etwa auf der Fregatte F125 und der Korvette K130, sowie international beauftragt, unter anderem für die brasilianischen Tamandaré-Fregatten – die ihrerseits auf dem MEKO-Konzept beruhen.
Der Gesamtauftragswert im F126-Programm liegt für Hensoldt bei gut 200 Millionen Euro, von denen bereits mehr als ein Drittel als Umsatz verbucht wurde. Für das laufende Jahr waren noch Umsätze im niedrigen zweistelligen Millionenbereich vorgesehen. Auf Basis der derzeitigen Informationen erwartet Hensoldt keine Auswirkungen auf die kurz- oder mittelfristige Prognose; die Behandlung des verbleibenden Auftragsbestands hängt von der vertraglichen Lösung ab.
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