Gerresheimer senkt Prognose und treibt Centor-Verkauf voran
Die Gerresheimer AG hat ihre Prognose für das Geschäftsjahr 2026 gesenkt. Als Gründe nennt der Verpackungs- und Medizintechnikkonzern aus Düsseldorf das herausfordernde wirtschaftliche Umfeld, kundenseitige Projektverschiebungen sowie operative Schwierigkeiten unter anderem bei Produktionsanläufen. Beim Umsatz erwartet Gerresheimer nun die untere Hälfte der unveränderten Spanne von 2,3 bis 2,4 Milliarden Euro, die bereinigte EBITDA-Marge soll bei rund 17 bis 18 Prozent liegen nach zuvor 18 bis 19 Prozent. Beim Free Cashflow rechnet das Unternehmen statt eines moderat positiven Werts nun mit minus 50 bis minus 100 Millionen Euro, unter anderem wegen eines reduzierten Factoring-Volumens. 4investors.de als bevorzugte Quelle bei Google festlegen Damit sehen Sie unsere Börsen- und Aktiennews häufiger in Ihren Google-Suchergebnissen.
Parallel veröffentlicht Gerresheimer am 29. Juni den testierten Jahresabschluss 2025, für den der Konzern nach eigenen Angaben vom Montag einen uneingeschränkten Bestätigungsvermerk erhielt. Die Prüfer heben darin allerdings die Bedeutung des geplanten Verkaufs der US-Tochter Centor sowie einer Refinanzierung für die künftige Finanzlage hervor.
Der Verkauf von Centor soll nach Unternehmensangaben bis zum Ende des Geschäftsjahres 2026 abgeschlossen werden. Zugleich strebt Gerresheimer noch im laufenden Jahr eine umfassende Fremdkapital-Refinanzierung an und hat dafür Lazard als Berater mandatiert. Die Hauptversammlung ist für den 1. September 2026 geplant.

