Heidelberger Druck: mwb und Warburg sehen Übernahme positiv
Der Druckmaschinenhersteller Heidelberger Druckmaschinen übernimmt das Service- und Ersatzteilgeschäft sowie die weltweite Vertriebsstruktur des insolventen Wettbewerbers Manroland Sheetfed. Zwei Researchhäuser werten den Schritt übereinstimmend als strategisch klug und raten zum Kauf der Aktie. Im Zentrum steht die Aussicht auf zusätzliche, planbare Erlöse aus Wartung und Verschleißteilen, die in der Branche als besonders margenstark gelten. 4investors.de als bevorzugte Quelle bei Google festlegen Damit sehen Sie unsere Börsen- und Aktiennews häufiger in Ihren Google-Suchergebnissen.
mwb research bestätigt für die Heidelberg Aktie die Kaufempfehlung und das Kursziel von 2,50 Euro. Mit der Transaktion kommen nach Angaben der Analysten rund 600 Beschäftigte und mehr als 3.000 Kunden weltweit zum SDAX-Konzern hinzu. Der Zukauf erweitere das globale Servicenetz und beschleunige das margenstarke Geschäft mit wiederkehrenden Umsätzen. Die Experten sehen erheblichen Spielraum für Zusatzverkäufe bei Ersatzteilen, Software und Verbrauchsmaterial sowie bei späteren Maschinenersatzanschaffungen. Auch wenn der Konzern keine Angaben zu den Konditionen gemacht habe, werte man die kapitalschonende Konsolidierung als deutlich wertsteigernd, da sie die führende Stellung am Markt festige.
Bei einem Umsatz von zuletzt rund 2,29 Milliarden Euro kommt der Heidelberger Konzern auf eine operative Marge, die 2025 bei 2,9 Prozent lag. Für die kommenden Jahre rechnen die Analysten mit einer schrittweisen Erholung, beim operativen Ergebnis von 67 Millionen Euro im vergangenen Jahr auf mehr als 93 Millionen Euro im laufenden und 127,1 Millionen Euro bis 2028 - dann soll der Umsatz 2,43 Milliarden Euro erreichen und die EBIT-Marge auf 5,2 Prozent gestiegen sein. Margenstabile Zusatzerlöse aus dem ausgebauten Servicegeschäft könnten diesen Pfad stützen, während die Nettofinanzposition mit einem Liquiditätsüberschuss komfortabel bleiben sollen.
Warburg Research stuft die Heidelberger Druck Aktie von „Hold” auf eine Kaufempfehlung nach oben. Zugleich wird das Kursziel von 1,60 auf 1,80 Euro erhöht. Der Zukauf der Sparten Services und Ersatzteile samt der jeweiligen Vertriebsgesellschaften aus der Manroland-Insolvenz sei eine sinnvolle strategische Entscheidung, so die Begründung. Der Schritt vergrößere zum einen den erreichbaren Markt und verbessere zum anderen die besonders profitablen und vergleichsweise konjunkturstabilen Dauererlöse des Konzerns.

