Pyrum verdoppelt Umsatz, schreibt aber höhere Verluste
Die Pyrum Innovations AG hat im ersten Quartal 2026 ihren Umsatz auf 1,03 Millionen Euro verdoppelt, nach 0,51 Millionen Euro im Vorjahreszeitraum. Treiber waren nach Angaben des Unternehmens aus Dillingen / Saar vom Freitag höhere Erlöse aus Consulting- und Engineering-Leistungen sowie aus dem erweiterten Anlagenbetrieb. Die Gesamtleistung sank dagegen auf 1,60 Millionen Euro nach 3,37 Millionen Euro, weil die aktivierten Eigenleistungen deutlich zurückgingen – ein Effekt der Übernahme wesentlicher Anlagenteile in den Regelbetrieb am Standort Dillingen im Vorjahr.
Beim Ergebnis vergrößerte sich der Verlust: Das EBITDA lag bei minus 2,42 Millionen Euro, das Konzernperiodenergebnis bei minus 3,74 Millionen Euro nach minus 0,88 Millionen Euro im Vorjahr. Der Vergleich ist allerdings verzerrt, da das Vorjahresquartal von öffentlichen Investitionszuschüssen für die Fertigstellung der Thermolyseanlagen profitiert hatte; bereinigt um diese Effekte lag das EBITDA schon damals bei minus 1,78 Millionen Euro. Die verfügbare Liquidität sank zum 31. März 2026 auf 11,08 Millionen Euro nach 17,01 Millionen Euro zum Jahresende.
Operativ wertet Pyrum die Lieferfreigabe von Continental für sein recyceltes Industrieruß ThermoTireBlack als Durchbruch. Erste Lieferungen aus der neuen Mahl- und Pelletieranlage erfolgten im Juni. Für das Gesamtjahr 2026 erwartet das Unternehmen unverändert einen Umsatz von 6,5 bis 9,5 Millionen Euro und ein EBIT zwischen minus 8,0 und minus 10,5 Millionen Euro. „Für das Jahr 2027 erwartet der Vorstand ein ausgeglichenes EBITDA”, so Pyrum Innovations.
Da der weitere Ausbau zusätzliche Mittel erfordert, prüft Pyrum mit einem beauftragten Berater verschiedene Finanzierungsoptionen, darunter den möglichen Einstieg eines strategischen Investors.
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