Rubean: Von Freiburg in die weite Welt
Ruben gehört auch im m:access der Börse München zu den eher kleinen Unternehmen. Die Marktkapitalisierung liegt bei rund 26 Millionen Euro, es gibt einen Streubesitz von 24 Prozent. Auf der jüngsten m:access Konferenz stellt Vorstand Jochen Pielage Rubean in den Räumlichkeiten der Börse an der Hopfenpost interessierten Investoren vor. 4investors.de als bevorzugte Quelle bei Google festlegen Damit sehen Sie unsere Börsen- und Aktiennews häufiger in Ihren Google-Suchergebnissen.
Bei Rubean dreht sich alles um das kontaktlose Bezahlen. Dazu hat Rubean eine eigene App entwickelt, die bei mehr und mehr Kunden, sowohl bei großen Gesellschaften aber auch bei Kleinstunternehmen, zum Einsatz kommt. Jeder Händler kann so Kartenzahlungen auf seinen eigenen mobilen Geräten, dies kann auch ein Tablet sein, annehmen. Dabei kann man die App hinsichtlich verschiedenster Kundenwüsche anpassen, z.B. farblich in den Farben der Gesellschaft.
Pielage erläutert, dass die App auf jedem Handy der Welt laufe. So hat man auch Kunden in Kolumbien oder in den USA. Die Rechenzentren von Rubean, bei denen alle Daten einlaufen, liegen jedoch im badischen Freiburg. Die Sparkasse vertreibt die App an Kunden, gleiches gilt für die Commerzbank und BBVA in Spanien. Banken in Italien und Frankreich scheinen in den Startlöchern zu stehen. Und auch Paketdienste haben die Rubean-App im Einsatz.
Noch ist die Gesellschaft nicht profitabel. Pielage sagt jedoch, dass man auf einer guten Reise dorthin sei. Um das weitere internationale Wachstum, vor allem in den USA, zu finanzieren, überlegen die Verantwortlichen, sich über eine Kapitalerhöhung frisches Kapital zu holen.
Umsätze generiert Rubean durch monatliche Lizenzgebühren für jede installierte App, mit fixen Transaktionsgebühren je Transaktion und mit der Vermittlungsgebühr für neue Kunden.
Impulse kann es für Rubean durch neue gesetzliche Regelungen geben. So erläutert Pielage, dass bis Ende 2026 jeder Händler, der einen Umsatz von mehr als 100.000 Euro erwirtschaftet, ein Kartenakzeptanzgerät haben muss.
2025 machte Rubean einen Umsatz von 3,82 Millionen Euro (Vorjahr: 1,94 Millionen Euro). Die Zahl der User hat auf mehr als 100.000 zugelegt. Weitere Zahlen soll es im Juli geben. Für das neue Jahr rechnet Pielage mit einem starken Umsatzplus, mindestens im hohen zweistelligen Prozentbereich. Dabei helfen soll auch der neue Vorstand Stephan Kück, der seinen Dienst am 1. Juli antritt. Pielage setzt in seiner Präsentation in München große Stücke auf Kück. Er rechnet durch die Verstärkung mit einem Umsatzsprung.
Ende 2026 will Rubean auf Monatsbasis profitabel sein. 2027 soll es dann insgesamt schwarze Zahlen geben. Dann könnte auch eine Dividende nicht nur ein Gedankenspiel sein.
Die Aktien von Rubean notieren bei 4,70 Euro. In den vergangenen zwölf Monaten hat die Aktie 28 Prozent verloren.

Hinweis auf Interessenskonflikt(e): Der / die Autor(in) oder andere Personen aus der 4investors-Redaktion halten unmittelbar Positionen in Finanzinstrumenten / Derivate auf Finanzinstrumente von Unternehmen, die in diesem Beitrag thematisiert werden und deren Kurse durch die Berichterstattung beeinflusst werden könnten: Rubean.


