Aixtron Aktie: Experten heben Kursziele deutlich an
Die Aktie des Spezialmaschinenbauers Aixtron gibt am Dienstag im Sog schwacher US-Vorgaben für die Chipbranche deutlich nach. An den langfristigen Aussichten ändert das aus Sicht zweier Researchhäuser wenig: Sowohl Jefferies als auch Warburg Research schrauben ihre Kursziele für den TecDAX-Wert kräftig nach oben, kommen bei der Einstufung aber zu unterschiedlichen Schlüssen. Hintergrund sind erwartete Wachstumsschübe beim Ausrüster der Halbleiterindustrie, der unter anderem Anlagen für die Chipfertigung in Rechenzentren liefert.
Jefferies hebt das Kursziel für die Aixtron-Aktie spürbar von 55,30 auf 73,00 Euro an und bestätigt die Kaufempfehlung. Der Ausbau der Kapazitäten bei optoelektronischen Bauelementen und Galliumnitrid-Halbleitern für die Optik und Stromversorgung von Rechenzentren eröffne eine attraktive Perspektive über mehrere Jahre. Die Nachfrage nach Indiumphosphid-Halbleitern dürfte die Aktie kurzfristig stützen, hinzu kommen sollte eine Trendwende bei Galliumnitrid. Mit ihren Schätzungen für Umsatz und Ergebnis je Aixtron Aktie im Jahr 2028 liegen die Analysten acht beziehungsweise 16 Prozent über dem Marktkonsens.
Warburg Research hebt das Kursziel nach einer Investorenveranstaltung von 23,50 auf 56,00 Euro an, bleibt bei der Einstufung aber bei Hold. Dank des kräftigen Umsatzwachstums trauen die Analysten dem Konzern bis zum Geschäftsjahr 2028 eine operative Marge von 30 Prozent zu, während der Markt im Schnitt lediglich 27 Prozent erwartet. Die Kehrseite der Medaille bei Aixtron: So hätten die starken Kursgewinne der letzten Zeit bereits viel vorweggenommen, sodass für eine weitere Neubewertung nur noch wenig Luft bleibe.
Hinweis auf Interessenskonflikt(e): Der / die Autor(in) oder andere Personen aus der 4investors-Redaktion halten unmittelbar Positionen in Finanzinstrumenten / Derivate auf Finanzinstrumente von Unternehmen, die in diesem Beitrag thematisiert werden und deren Kurse durch die Berichterstattung beeinflusst werden könnten: Aixtron.


