Afyren: Umsatzmeldung sorgt für kleine Rallye
Auf der heutigen Hauptversammlung von Afyren wird bekannt, dass Afyren im ersten Halbjahr einen Umsatz von mindestens 1 Million Euro erwirtschaften wird. Damit hat sich der Umsatz der Franzosen im Vergleich zum Vorjahr verdoppelt. Hier spielen die Fortschritte beim industriellen Hochlauf der Anlage in Frankreich eine entscheidende Rolle. In der zweiten Jahreshälfte soll sich die Produktion dort weiter beschleunigen. Zuvor gibt es im Juni einen geplanten Stillstand der Anlage, um die Prozesse zu optimieren. Ein weiterer Stillstand könnte im vierten Quartal erfolgen. 4investors.de als bevorzugte Quelle bei Google festlegen Damit sehen Sie unsere Börsen- und Aktiennews häufiger in Ihren Google-Suchergebnissen.
Dazu CEO Nicolas Sordet: „Afyren produziert, versendet und fakturiert in zunehmendem Tempo. Die Anlage ist jedoch noch weit davon entfernt, ihr volles Potenzial auszuschöpfen, und die derzeit laufenden Arbeiten stellen einen wichtigen Treiber für die Beschleunigung dieses Prozesses dar.“
Der Vorstandschef ergänzt: „Wir blicken sehr zuversichtlich auf die weitere kommerzielle Entwicklung, sowohl für unsere biobasierten Säuren als auch für unsere Düngemittel. Die zunehmende Unsicherheit hinsichtlich der Verfügbarkeit und Preisentwicklung fossiler Rohstoffe verstärkt den Wandel hin zu unseren nachhaltigen und verlässlichen Produkten.“
Das Auftragsbuch von Afyren hat ein Volumen von rund 165 Millionen Euro. Das entspricht einer Vollauslastung der Anlage über drei Jahre, wie am Rande der Frühjahrskonferenz von Equity Forum in Frankfurt von CFO Maxime Cordonnier zu hören war. Ein Großteil der Düngemittel- und Säureproduktion ist demnach bereits im Voraus verkauft. Lag die Produktion 2025 bei rund 400 Tonnen, will man 2026 einen vierstelligen Wert erreichen. Für 2027 peilt man eine Produktion von mehr als 10.000 Tonnen an. Unter Volllast schafft die Anlage von Afyren, die sich in der Region Grand-Est befindet, ab 2028 nach der Kapazitätserweiterung 20.000 Tonnen. Dann erwarten die Verantwortlichen von Afyren auch den Breakeven.
Ende 2025 lagen die Verbindlichkeiten bei 2,4 Millionen Euro, gleichzeitig verfügte man über einen Cashbestand von 35,2 Millionen Euro. Aufgrund von Investitionen und den täglichen Ausgaben wird das Geld jedoch nicht bis zum Breakeven reichen. Das wird auf der Frühjahrskonferenz deutlich. Afyren dürfte somit noch einmal auf Geldsuche gehen. Ob man dabei auf einen Kredit, eine Kapitalerhöhung oder sogar eine Anleihe zurückgreifen will, haben die Verantwortlichen in Frankfurt offen gelassen. Klar für sie ist jedoch eines: Man sei auf einem guten Weg!
Die Aktien von Afyren gewinnen auf gettex 13,1 Prozent auf 2,805 Euro. In den vergangenen zwölf Monaten schafft das Papier ein Plus von 5 Prozent.


