OHB besorgt sich frisches Kapital
Bei OHB steht eine Kapitalerhöhung an. Altaktionäre werden dabei ein Bezugsrecht haben. Die Hauptaktionäre, das sind die Familie Fuchs und Orchid Lux HoldCo, werden auf ihre Bezugsrechte verzichten. Orchid ist indirekt im Besitz von KKR-verbundenen Gesellschaften. Durch diesen Verzicht werden rund 94 Prozent der neuen Aktien durch eine Privatplatzierung an andere Aktionäre gehen. Zudem will Orchid eigene Aktien veräußern.
Brutto sollen durch die Finanzierungsmaßnahme rund 500 Millionen Euro in die Kasse von OHB kommen. Damit soll das Wachstum beschleunigt werden. Das Geld soll in die Industrialisierung der Produktion fließen, auch können Zukäufe getätigt werden. Investiert werden soll zudem in Trägerraketen und Zukunftsprogramme.
Der Auftragsbestand von OHB liegt bei 3,4 Milliarden Euro. CEO Marco R. Fuchs sagt dazu: „Wir haben einen Rekordauftragsbestand, wachsen profitabel und bauen unsere Kapazitäten europaweit aus. Die geplante Transaktion wird es uns ermöglichen, unser Wachstum gemeinsam mit bestehenden und neuen Investoren voranzutreiben, die Teil der strategischen Unabhängigkeit Europas im Weltraum sein möchten.“
CFO Tim Tecklenburg erklärt: „Wir haben einen Rekordauftragsbestand und eine starke Profitabilität – und wir nehmen Kapital auf, um unser Wachstum aus einer Position der Stärke heraus zu beschleunigen. Die Erlöse sollen mit derselben finanziellen Disziplin eingesetzt werden, die unser Geschäftsmodell seit jeher auszeichnet.“
Aufgrund einer starken Nachfrage muss OHB die Fertigungskapazitäten klar ausbauen. Es entsteht ein neuer Standort in Turin (Italien), in Stockholm (Schweden) sollen die Kapazitäten erweitert werden. Auch an verschiedenen deutschen Standorten gibt es Investitionen.
Mittelfristig will OHB eine Gesamtleistung von mehr als 4 Milliarden Euro schaffen. Die bereinigte EBITDA-Marge soll bei rund 13 Prozent liegen. 2025 gab es eine Gesamtleistung von 1,25 Milliarden Euro. Die Marge lag bei 10,0 Prozent.
Die Aktien von OHB geben 10,1 Prozent auf 369,00 Euro nach. In den vergangenen zwölf Monaten ist die Aktie um 454 Prozent angestiegen.
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