ASML Aktie: JPMorgan hebt Kursziel – Kapazitäten zu knapp?
ASML steht im Zentrum einer intensiven Debatte über Kapazitätsengpässe bei EUV-Lithografiesystemen. JPMorgan zieht die Konsequenzen und hebt das Kursziel drastisch an, Jefferies bleibt dagegen skeptischer für die Aktie des niederländischen Hightech-Chipausrüster. 4investors.de als bevorzugte Quelle bei Google festlegen Damit sehen Sie unsere Börsen- und Aktiennews häufiger in Ihren Google-Suchergebnissen.
Die Aktienanalysten von JPMorgan heben ihr Kursziel der ASML Aktie auf Basis erhöhter Schätzungen von 1.515 auf 1.900 Euro an und bestätigen ihr „Overweight” für die Tech-Aktie. Die Nachfragesignale der Kunden für EUV-Systeme seien so stark, dass die gesamten Konsensschätzungen für 2027 und 2028 einer Grundrevision bedürften. Neben der Kerntechnologie gewinne auch die Immersions-Technik für das Wachstum an Bedeutung, mit der besonders kleine Chips gefertigt werden können. Beim Gewinn je Aktie sieht JPMorgan sich für 2028 rund 35 Prozent über dem Markt.
Jefferies bestätigt dagegen das bisherige „Hold” für den AEX-notierten Anteilschein von ASML. Nach Kontakten mit den europäischen Halbleiterherstellern zeichnet sich nach Angaben der Aktienanalysten ein optimistisches Branchenbild ab, der positive Trend aus dem ersten Quartal setze sich fort. Bei ASML selbst drehe sich der Fokus um möglicherweise zu knappe Kapazitäten im Bereich der Standard-EUV-Systeme für das nächste und darauf folgende Jahre. Der Konzern stehe in engem Austausch mit seinen Kunden, um bei einer entsprechenden Nachfrage über 90 Anlagen hinaus zu skalieren. Jefferies hegt jedoch Zweifel an der Nachhaltigkeit dieser Nachfrage. Bei der nächsten Lithografie-Generation High-NA sieht das Institut das größte Interesse derzeit bei DRAM-Speicherherstellern, weniger bei Logik-Chip-Produzenten.
Die ASML Aktie notiert bei 1.458,40 Euro mit 0,37 Prozent im Minus.



